Die EU unterstützt Sanierungsarbeiten im Land : Millionen für Lustobjekte

<strong>Für das Schweriner Schloss</strong> sind Sanierungskosten von insgesamt 4,5 Millionen Euro geplant.<foto>dpa</foto>
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Für das Schweriner Schloss sind Sanierungskosten von insgesamt 4,5 Millionen Euro geplant.dpa

Dank der Geldquelle EU kann das Land MV seine Schlösser und Gärten in diesem Jahr weiter aufmöbeln. Knapp 22 Millionen Euro sollen aus Mitteln der EU in die landeseigenen Schlösser und Gärten investiert werden.

svz.de von
20. Januar 2013, 06:37 Uhr

Schwerin | Dank der noch kräftig sprudelnden Geldquelle EU kann das Land Mecklenburg-Vorpommern seine Schlösser und Gärten in diesem Jahr weiter aufmöbeln. Knapp 22 Millionen Euro sollen aus Mitteln der Europäischen Union in die landeseigenen Schlösser und Gärten investiert werden. Auf die Frischzellenkur können sich die Gemäuer in Klütz (Schloss Bothmer), Wiligrad, Mirow, Neustrelitz, Ludwigslust, Güstrow und Granitz freuen. Für das vom Landtag verwaltete Schloss Schwewrin sind Restaurierungen für insgesamt 4,5 Millionen Euro geplant, wie das Finanzministerium auf Anfrage mitteilte.

So soll die Grundsanierung der Schlosskirche bis Pfingsten, dem 450-jährigen Jubiläum der Kirchweihe, abgeschlossen werden. Auf dem Plan stehen zudem Fassadenarbeiten und die Restaurierung der Renaissance-Terrakotten im Medaillonsaal.

Der Güstrower Schlossgarten soll ab Frühjahr wieder als Kleinod erlebbar sein - dann soll die Sanierung des Großen Lustgartens abgeschlossen werden. Dort wird bereits seit zwei Jahren gebaut, gegraben und neu gepflanzt. Bis die Anlagen rund um den Großen Lustgarten in voller Schönheit zu bewundern sind, vergeht allerdings noch eine Weile. Die Landschafts-Arbeiten sollen noch bis zum Jahresende andauern.

Im Schloss Mirow gehen die Arbeiten auf die Zielgerade. Viel Zeit bleibt nicht mehr bis zur geplanten Eröffnung 2014. Doch vor allem im Inneren des Herrschaftssitzes bleibt bis dahin noch viel zu tun, nachdem im vergangenen Jahr Fassaden und Dach nach historischem Vorbild wiederhergestellt worden sind. Jetzt wollen Restauratoren unter anderem die Wandbespannungen anbringen und das kostbare Intarsienparkett sowie Tapeten und Wandpaneele einbauen.

Kommendes Jahr soll das architektonische Kleinod des Rokoko als Raumkunstwerk und Museum zur Dynastiegeschichte des Herzogshauses von Mecklenburg-Strelitz eröffnet werden. Das Kuriositätenkabinett werde allerdings erst später restauriert, hieß es weiter. Einen Vorgeschmack auf die Eröffnung des Schlosses soll es schon vorher geben: Der barocke Park der Anlage soll bereits Ende 2013 fertig sein.

Am Schloss Wiligrad soll bis 2014 der Park fertiggestellt werden, zudem werden der Marstall mit den dazugehörigen Bauten und das Maschinenhaus saniert. Das Schloss selbst wartet noch auf seine Restaurierung. In Schloss Ludwigslust wird in diesem Jahr der Goldene Saal in Angriff genommen, der statische Schwächen aufweist. Die Gesamtsanierung des Schlosses soll noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Doch in Ludwigslust sollen auch während der Arbeiten die Türen für den Besucherverkehr geöffnet bleiben.

Parallel wird der Schlosspark weiter saniert. Bis 2014/2015 soll die größte Parkanlage des Landes fertig sein.

Aus dem EU-Landwirtschaftsfonds ELER stehen für die Schlösser und Gärten des Landes (außer Schwerin) von 2007 bis 2013 rund 76 Millionen Euro zur Verfügung. Auch ab 2014 soll weiter EU-Geld in die herrschaftlichen Bauten fließen. Wie viel das sein wird, sei noch unklar, sagte der Sprecher des Finanzministeriums, Stefan Bruhn. Mecklenburg-Vorpommern bekommt aller Voraussicht nach weniger Geld aus Brüssel als bisher.

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