zur Navigation springen

P+S-Werften : Millionen-Bürgschaft: Vertrag unterschrieben

vom

Die insolventen P+S-Werften erhalten erneut eine Millionen-Bürgschaft für den Weiterbau von zwei Schiffen. Der Vertrag über eine Bürgschaft von 43,5 Millionen Euro wurde am Wochenende unterzeichnet.

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2012 | 08:19 Uhr

Die insolventen P+S-Werften in Stralsund und Wolgast erhalten erneut eine millionenschwere Bürgschaft für den Weiterbau von zwei Schiffen. Finanzministerin Heike Polzin (SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) unterzeichneten am Wochenende den Vertrag über die Bürgschaft in Höhe von 43,5 Millionen Euro, wie ein Sprecher des Finanzministeriums in Schwerin am Sonntag mitteilte.
Auch Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann, der die Hilfe am 21.

November beantragt hatte, sollte den Vertrag bis zum Sonntag unterschreiben. Am Montag endet die Frist, bis zu der Geld aus dem insgesamt 152,4 Millionen Euro umfassenden Kreditbürgschaftsrahmen von Bund und Land abgerufen werden kann. Bisher sind den Ministerien zufolge rund 70 Millionen geflossen.

Der neue Kredit von 43,5 Millionen Euro soll es ermöglichen, in Stralsund zwei Fähren für die dänische Reederei DFDS fertigzubauen. Bund und Land verbürgen die Summe jeweils zur Hälfte. Beide Seiten hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, das DFDS-Projekt mit der Bürgschaft abzusichern. Die Bürgschaftszusage ist noch an die Zustimmung der EU geknüpft.

Zudem muss ein Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft belegen, dass der Weiterbau der beiden RoRo-Fähren wirtschaftlich sinnvoll ist und bautechnisch funktioniert. Laut Wirtschafts- und Finanzministerium kann der Massekredit nur ausgereicht werden, wenn dieser beihilfe- und haushaltskonform ist.

Unterdessen geht die Suche nach Käufern für die insolventen Werften weiter. Für die P+S-Werft in Wolgast liegen drei Kaufangebote vor. Am Standort Stralsund hoffen die Schiffbauer nach der Staatsbürgschaft auf eine Betreibergesellschaft.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen