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Rostock/Schwerin : Milder Winter schont Straßen und Stadtsäckel

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Das Wetter meint es gut in diesem Winter mit den Straßen in MV. Das Ausmaß an Winterschäden, bedingt durch häufigen Frost-Tau-Wechsel, werde 2012 weit geringer sein als in den Vorjahren.

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erstellt am 15.Jan.2012 | 07:24 Uhr

Rostock/Schwerin | Das Wetter meint es gut in diesem Winter mit den Straßen in MV. "Das Ausmaß an Winterschäden, bedingt durch häufigen Frost-Tau-Wechsel, wird 2012 weit geringer sein als in den Vorjahren", sagte der Leiter des Tief- und Hafenbauamtes Rostock, Heiko Tiburtius. Die milde Witterung werde genutzt, um Reparaturstaus zu beseitigen. Einsparungen für den städtischen Haushalt bringe der milde Winter bislang indes kaum, räumte Ullrich Böttner vom Umweltamt ein. Verträge mit privaten Winterdienstunternehmen würden eine pauschale Abrechnung vorsehen. Die Dienstleister hätten dafür in den vorigen frost- und schneereichen Wintern für überdurchschnittlich viele Einsatztage keine zusätzlichen Mittel erhalten. Bei erst drei Eisnächten in diesem Winter seien in Rostock 150 Tonnen Salz und 50 Tonnen Kies verbraucht worden. 2010/11 waren demgegenüber 2300 Tonnen Salz und 850 Tonnen Kies eingesetzt worden.

Die Landeshauptstadt Schwerin profitiert vom bislang ausgebliebenen Winter. Erst 29 Tonnen Salz seien auf den Straßen versprüht worden, sagte Ilka Wilczek, Leiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen (SDS). Bevorratet werde kaum, daher seien bisher auch nur wenige Kosten aufgelaufen. Prognosen über Einsparungen durch ausbleibende Straßenschäden wollte die Stadt nicht machen. Die Winterplanung gehe über fünf Monate, so Wilczek. "Da stehen uns noch viereinhalb Monate in 2012 bevor." Auch die Landkreise sparen: Ludwigslust-Parchim etwa verbrauchte erst 160 Tonnen Salz gegenüber 2200 Tonnen, die im vorigen Winter bis Mitte Januar auf den Kreisstraßen zum Einsatz kamen.

Regelrecht aufatmen könnten die Straßenbäume, erklärte Katharina Brückmann von der Umweltorganisation BUND in Schwerin. Angesichts von insgesamt 34 000 Tonnen eingelagertem Auftausalz bei Straßenmeistereien und Bauhöfen im Land hatten die Umweltschützer noch im Dezember um die Gesundheit der Alleebäume gebangt.


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