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Experten verstärken Kita-Aktivitäten : Milchzahn-Karies nimmt zu

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Jedes zweite Kind hat schon einmal Karies gehabt, Tendenz steigend. In Mecklenburg-Vorpommern wird nun die Prophylaxe in den Kindertagesstätten verstärkt. Die Eltern sollen für das Thema sensibilisiert werden.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 05:14 Uhr

Weil bei Kindern die Milchzahn-Karies zunimmt, wird in Mecklenburg-Vorpommern die Prophylaxe in den Kindertagesstätten verstärkt. "Wir wollen die Eltern der Kinder im Alter unter drei Jahren deutlich stärker erreichen", sagte Merrit Förg von der Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege (LAJ) am Dienstag in Schwerin. Die Erfahrung zeige, dass vor allem Kinder besonders gefährdet sind, die ständig gesüßte Tees in Trinkflaschen zu sich nehmen. Laut LAJ müssen jährlich bereits 300 Kronen bei Milchzähnen gesetzt, manche Zähne auch schon gezogen werden. An diesem Mittwoch begeht die Arbeitsgemeinschaft in Waren (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) den "Tag der Zahngesundheit". Mit Aktionen und Veranstaltungen soll landesweit bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für gesunde und schöne Zähne geweckt werden.

Studien zufolge sei zwar die Hälfte der Sechsjährigen kariesfrei. Das heiße aber auch, dass jedes zweite Kind bereits Karieserfahrung habe. Richtige Zahnpflege und Prophylaxe vom ersten Kinderzahn an sei alternativlos. Daher sollen die landesweit 16 Helferinnen der LAJ Eltern künftig stärker beim Abholen der Kinder aus der Kita aufklären. Es fehlten aber Prophylaxehelfer in Neubrandenburg und Demmin, erklärte Förg.

Außerdem bereiten die Experten ein weiteres Projekt "Kita mit Biss" vor. Dabei sollen bis zum Jahresende zehn Kindertagesstätten ausgewählt werden, in denen vorbildhaft vorbeugende Zahnpflege umgesetzt wird. Im Nordosten gibt es laut Sozialministerium rund 1000 Kindertageseinrichtungen mit rund 96 500 Kindern. Weitere Aktionen zum "Tag der Zahngesundheit" finden in Schwerin, Neuburg bei Wismar, Malchin und Stralsund statt.

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