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Mecklenburg-Vorpommern

13. Dezember 2017 | 00:39 Uhr

Mietencheck: Wohnen in Rostock am teuersten

vom

svz.de von
erstellt am 10.Jan.2012 | 08:38 Uhr

Rostock | Zuzug in der City: Die steigende Nachfrage nach attraktiven Wohnungen in Stadtlagen treiben die Mieten in MV hoch. In den Zentren mit begehrten Wohngegenden aber auch in Feriengebieten seien die Preise beim Abschluss von Neuverträgen im vergangenen Jahr im Durchschnitt um zwei bis fünf Prozent gestiegen, erklärte Peter-Georg Wagner, Sprecher des Immobilienverband Deutschland Region Nord (IVD) gestern. "Die Nachfrage ist groß."

Nach der Flucht aufs Land in den letzten Jahren kommt nun der Stadtzuzug. In den Wohngebieten finde derzeit ein Mieterwechsel statt, sagte Wagner. Die Altersentwicklung der Bevölkerung führe dazu, dass mehr Menschen in die Städte ziehen. Zudem seien die Netto-Kaltmieten in den vergangenen Jahren nicht so stark gestiegen wie die Brutto-Mieten. "Da besteht Nachholbedarf", sagte Wagner.

Teuerstes Pflaster bleibe Rostock: In der Hansestadt würden die höchsten Mieten in MV verlangt. Quadratmeterpreise von 7 oder 8 Euro für Wohnungen in guten Wohnlagen wie beispielsweise in der Kröpeliner Vorstadt seien längst üblich, sagte IVD-Rechtsberater Jürgen Sattler in Rostock. In Top-Lagen in Warnemünde müsse man bereits teilweise 10 Euro Kaltmiete je Quadratmeter zahlen. Auch im Ostseebad Kühlungsborn seien 7 bis 8 Euro üblich. Das Preisniveau habe längst westdeutsches Niveau erreicht. In den Top-Lagen verlangten Vermieter bereits Preise wie in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein. In Bützow, Güstrow und vor allem im Ostteil des Landes würden deutlich niedrigere Preise verlangt. Im Binnenland hielten wachsende Leerstände die Mieten konstant, erklärte Sattler. In kleineren Städten und im Hinterland seien die Mieten sogar rückläufig, erklärte IVD-Sprecher Wagner. Mieter müssen sich auch in den kommenden Jahren auf steigende Preise einstellen. "Der Mietmarkt bleibt attraktiv", meinte Wagner.


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