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Microsoft "Streetside" in Deutschland gestartet

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svz.de von
erstellt am 27.Dez.2011 | 09:26 Uhr

Nach Google jetzt Microsoft: Der IT-Konzern hat über Weihnachten in Deutschland seinen interaktiven Kartendienst „Streetside“ gestartet. Los ging es vor allem mit Städten in Bayern, darunter München, das Internetnutzer am Dienstag virtuell ablaufen konnten. Straßenzüge anderer erfasster Städte wie Berlin waren nur in Teilen einsehbar. Damit steht fortan eine Alternative zu Googles „Street View“ bereit. Mit Augsburg und ersten Teilen weiterer kleinerer Städte wie Mainz präsentierte Microsoft zudem schon zum Start Standorte, die Google bislang auslässt und lediglich auf Fotos von Internetnutzern zeigt.

Microsoft lässt seit Mai dieses Jahres Spezialfahrzeuge durch die Bundesrepublik fahren. Die Autos, auf deren Dächern 360-Grad-Kameras befestigt sind, fotografieren die Fassaden der Häuser. Mehr als 50 deutsche Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern sollen so erfasst werden. Nach den bisherigen Angaben zum Zeitplan dürfte Microsoft jedoch noch bis Ende 2012 brauchen, um alle Fahrten abzuschließen.

Dutzende Städte schon erschlossen

Das US-Unternehmen, das seine deutsche Niederlassung bei München betreibt, hatte in Bayern mit seinen Fahrten begonnen. Auch Berlin und Städte in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind bereits erfasst, wie aus im Internet veröffentlichten Fahrplänen hervorgeht. Lücken gibt es vor allem im Norden und Osten Deutschlands. Insgesamt sollen etwa 150.000 Streckenkilometer fotografiert werden, wie es zum Start des Projekts hieß. Mieter und Hauseigentümer hatten bis September Zeit, per Vorabwiderspruch zu verhindern, dass ihre Häuser zu sehen sind. Etwa 80.000 hatten von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Vor dem Start von Googles „Street View“ Ende 2010 waren es mit mehr als 240.000 noch etwa dreimal so viele gewesen.

Weniger Verpixelungen als bei Google

Damit dürften bei Microsoft „Streetside“ viele Häuser zu erkennen sein, die bei Googles „Street View“ unkenntlich gemacht worden waren. So war am Dienstag die Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Berlin im Angebot von Google verpixelt, nicht aber bei Microsoft. Wer die Frist zum Vorabwiderspruch verpasst hat, soll eine Verpixelung auch noch nachträglich erwirken können. Datenschützer befürchten jedoch, dass sich Dritte dann bereits Kopien der zunächst veröffentlichten Fotos angefertigt haben könnten.

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