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Stasi-Tätigkeit : Michael Thomalla fristlos gekündigt

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Die Vergangenheit holte den langjährigen Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommerns nun ein.

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 16:20 Uhr

25 Jahre lang war die frühere Spitzeltätigkeit für die Stasi unentdeckt geblieben. Die Vergangenheit aber holte den langjährigen Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommerns  dann doch ein. Der Vorstand des Kommunalverbandes sprach ihm am Dienstag nach einer dreistündigen außerordentlichen Sitzung die fristlose Kündigung aus.

„Er hat seine Karriere auf einer Lüge aufgebaut“, begründete der Verbandsvorsitzende Reinhard Dettmann die einstimmig getroffene Entscheidung. Thomalla hatte eingeräumt, dass er bei Amtsantritt 1990 schriftlich versichert hatte, nie für die Stasi gearbeitet zu haben. Der „Nordkurier“ hatte am Wochenende über Thomallas Tätigkeit als Inoffizieller Stasi-Mitarbeiter berichtet und mit den Enthüllungen auch die Verbandsspitze überrascht. Als Funktionär der Blockpartei LDPD soll der heute 56-Jährige dem DDR-Geheimdienst sechs Jahre lang Informationen geliefert haben. Das Dossier mit zahlreichen Berichten soll mehr als 400 Seiten umfassen. Thomalla war seit 1990 als Geschäftsführer des einflussreichen kommunalen Spitzenverbandes tätig und galt bis zuletzt als integrer und konsequenter Interessenvertreter vom Städten und Gemeinden.

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