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Metalldiebe verursachen Schäden in Millionenhöhe

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erstellt am 21.Apr.2013 | 07:53 Uhr

Eberswalde | Metalldiebe haben in Brandenburg im vergangenen Jahr einen Schaden von 6,3 Millionen Euro verursacht. Wie das Landeskriminalamt in Eberswalde mitteilt, sei das verglichen mit 2009 (1,5 Millionen Euro) das Vierfache. 2011 hatten die Beamten in der Mark 2604 Fälle von Metalldiebstahl registriert. Obwohl es im vergangenen Jahr 210 Fälle weniger waren, stieg die Schadenssumme an. Ein Gegensatz, der sich durch die gestiegenen Marktpreise und die Art der Diebstähle erklärt. "Wir haben hier alle Straftaten betrachtet, bei denen es den Tätern um Buntmetall, Metall, Buntmetallschrott, Edelmetall, Schrott, unedles Metall, Kabeltrommel oder Kabel ging", erläutert Karina Schulter, Sprecherin des Landespolizeipräsidiums. Auf Gleis- und Bahnanlagen, Tagebaugeländen, an Freileitungen, in Wind- oder Solarparks und auf Firmengeländen haben sich die Metalldiebe ihre wertvolle Beute geholt.

"Unsere Aufklärungsquote betrug 34 Prozent und ist damit wieder deutlich angestiegen", sagt die Sprecherin. Im vergangenen Jahr erwischten die Beamten dabei deutlich mehr einheimische Tatverdächtige, 31,6 Prozent mehr als 2011. "In den Zuständigkeitsbereichen der Inspektionen gibt es außerdem eine sehr unterschiedliche Entwicklung der Fallzahlen. Am häufigsten sind die Polizeiinspektionen mit unmittelbarem Grenzbezug sowie die PI Brandenburg betroffen. Metalldiebstähle stellen sich damit nicht ausschließlich als ein Problem in der Grenzregion dar", erklärt Karina Schulter.

Die Städte Potsdam (180 Fälle), Brandenburg an der Havel (154) und Finsterwalde (113) waren 2012 am häufigsten von Metalldiebstählen betroffen. Weitere Städte mit hohen Fallzahlen waren Eberswalde, Cottbus sowie Frankfurt (Oder), Guben, Schwedt, Schönefeld, Fürstenwalde, Lübbenau und Wittenberge.

Wie pietät- und rücksichtslos die Täter vorgehen, hat ein Fall in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) gezeigt. Im August hatten dort Unbekannte einen Zaun auf dem Südwestfriedhof zerschnitten und Kupferdachplatten von einer Familiengruft gerissen und mitgenommen. Der Schaden: 15 000 Euro. In Krampfer (Prignitz) haben sich im Oktober Unbekannte eine Windkraftanlage vorgenommen. Im Turm haben sie sechs Kupfer-Kabelstränge mit je 15 Metern Länge herausgetrennt und entwendet. Der Schaden betrug hier 30 000 Euro.

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