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Mecklenburg-Vorpommern

23. Oktober 2017 | 01:04 Uhr

Messerstecher in Haft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Täter schweigen bisher zu den Vorwürfen

Zwei Tage nach der blutigen Messerattacke in Teterow (Landkreis Rostock) sind gestern gegen die beiden Verdächtigen Haftbefehle erlassen worden. Den 34 und 48 Jahre alten Männern aus Teterow wird versuchter Totschlag vorgeworfen, wie Harald Nowack als Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock sagte.

Bisher hätten die Beschuldigten keine Angaben zu dem Vorfall gemacht. Den Ermittlungen zufolge hatten zwei Frauen und vier Männer in einem Wohnhaus unweit der Polizeistation am Samstagabend gefeiert und Alkohol getrunken. Dann sei es zu einem Streit gekommen. „Dabei hat es wohl Beleidigungen gegeben“, sagte Nowack. Ein 33-Jähriger und ein 28 Jahre alter Mann seien gegangen. Die vermutlich stark angetrunkenen Verdächtigen sollen ihnen gefolgt sein, dann sei der Streit eskaliert.

Der 33-Jährige wurde nach Polizeiangaben bei der Messerattacke lebensgefährlich, der 28-Jährige leicht verletzt. Beide konnten sich noch ins Polizeirevier schleppen, dort riefen Beamte medizinische Hilfe. Wer auf wen eingestochen hat, sei noch nicht vollständig geklärt, hieß es.

Am Tatort wurden ein blutverschmiertes Messer und in der Nähe ein weiteres Stichwerkzeug gefunden. Der 34-Jährige wurde noch am Abend – versteckt in einem Keller – von einem Spezialeinsatzkommando festgesetzt. Der 48-Jährige wurde in der Folge in der Wohnung einer Bekannten gefasst.

Das 33 Jahre alte Opfer soll inzwischen außer Lebensgefahr sein. Bei dem Mann wurden etwa drei Promille Alkohol im Krankenhaus gemessen. Die Werte der anderen Beteiligten seien noch nicht klar.

 

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