Menschen in MV sparen am wenigsten

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11. Juni 2012, 12:17 Uhr

Schwerin | Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gehören bundesweit zu den zuverlässigsten Sparern. Der Anteil derer, die regelmäßig Geld zurücklegen, beträgt 59 Prozent und wird nur in Nordrhein-Westfalen mit 63 Prozent übertroffen. Das geht aus dem Sparerkompass Deutschland 2012 hervor, den die Bank of Scotland in Auftrag gegeben hat, um den deutschen Markt zu analysieren. Für die Studie hatte das Meinungsforschungsinstitut forsa Ende vergangenen Jahres knapp 1700 Bundesbürger befragt.

Ohnehin ist MV Schlusslicht, was die Sparerfolge angeht. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Landesamtes in Schwerin. Für das Jahr 2009 hatte mehr als jeder Zweite demnach angegeben, regelmäßig Geld beiseite zu legen. Bei gut einem Drittel der Sparer handelt es sich um Monatsbeträge von weniger als 100 Euro. Auf mehr als 500 Euro im Monat kommen nur 9 Prozent der Befragten. Eine klare Mehrheit (63 Prozent) bekundete die Absicht, im Verlauf der nächsten zwölf Monate genau so wie bisher zu sparen. 16 Prozent erwarteten, mehr zu sparen, 19 Prozent werden weniger sparen. Die meisten von ihnen leben im Nordosten: 32 Prozent der Menschen hierzulande rechnen damit, künftig weniger Geld wegzulegen, so viele, wie in keinem anderen Bundesland. Zum Vergleich: In Hessen sind es nur 11 Prozent.

Wie viel Geld je Einwohner gespart wurde? Durchschnittlich 1460 Euro waren es im Nordosten, was 9,5 Prozent des verfügbaren Einkommens entsprach.

"Je Einwohner war das der niedrigste Sparbetrag aller Länder", hieß es zur Kommentierung der Zahlen. Das Amt beruft sich dabei auf Berechnungen zum Verbrauch privater Haushalte auf Bundesebene. Im Durchschnitt der neuen Länder betrug die gesparte Summe seinerzeit 1590 Euro, im früheren Bundesgebiet lag sie sogar bei 2266 Euro, als Bundesdurchschnitt ergeben sich damit 2159 Euro.

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