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Menschen in MV können 2013 mehr Geld ausgeben

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erstellt am 26.Dez.2012 | 05:57 Uhr

Schwerin | Mecklenburger und Vorpommern haben im nächsten Jahr beim Einkaufen mehr Geld in der Tasche. Wie das renommierte Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK errechnete, steigt die Kaufkraft der Menschen im Nordosten 2013 auf 17 038 Euro pro Kopf - das sind 350 Euro mehr als 2012. "Wir freuen uns. Kaufkraftsteigerung ist immer ein gutes Signal für den Einzelhandel", kommentierte Tino Beig, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes in Neubrandenburg, die Zahlen. Er befürchtet allerdings, dass für die Händler im Land wenig vom Plus übrig bleiben könnte, wenn Energiekosten und Mieten weiter wie bisher steigen.

In Schwerin ist die Kaufkraft landesweit mit 18 241 Euro pro Einwohner am höchsten, teilte die GfK auf Anfrage unserer Redaktion mit. Schlusslicht ist dagegen der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 16 079 Euro pro Kopf.

Unter Kaufkraft versteht man das Nettoeinkommen der Bevölkerung einschließlich staatlicher Transferleistungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Die Gründe für das bundesweite Ansteigen seien "die weiterhin solide Lage auf dem Arbeitsmarkt und gestiegene Löhne in vielen Branchen", sagte eine GfK-Sprecherin.

Im Länderranking liegt Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Kaufkraft allerdings auf dem vorletzten Platz. Nur in Sachsen-Anhalt haben die Menschen mit 16 970 Euro noch weniger Geld für Lebensmittel, Kleidung, Mieten und anderen Lebenshaltungskosten im Portmonee. Im Bundesdurchschnitt liegt die Kaufkraft 2013 pro Kopf bei 20 621 Euro - und damit 17,4 Prozent über der in Mecklenburg-Vorpommern.

Hamburg ist mit 22 769 Euro pro Kopf Spitzenreiter unter den Ländern. Nachbar Schleswig-Holstein kommt mit 20 769 Euro im Länderranking noch auf Platz fünf.

Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen geht daher auch von einer leicht positiven Konsumentwicklung aus. Mehr Geld zur Verfügung würden 2013 auch die Rentner im Osten haben, da die Steigerung der Altersbezüge um 3,49 Prozent deutlich über der von der Bundesbank prognostizierten Inflationsrate von 1,5 Prozent bleibt.

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