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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 09:53 Uhr

Menschen im Norden vertrauen auf Ökostrom

vom

svz.de von
erstellt am 13.Nov.2013 | 10:05 Uhr

Eine große Mehrheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Energiewende in Deutschland. Viele sorgen sich jedoch um die Kosten für den Ausbau alternativer Energiequellen. Das geht aus einer Meinungsumfrage hervor, die die SPD/CDU-Landesregierung gestern veröffentlicht hat. Nach Ansicht von Regierungssprecher Andreas Timm bestätigt die Umfrage auch den Kurs der norddeutschen Bundesländer gegenüber dem Westen und Süden der Republik.

Anders als es sich in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD auf Bundesebene abzeichnet, sprechen sich die Bürger für den Ausbau der Windenergieanlagen auf See und gegen den weiteren Betrieb von Kohlekraftwerken aus.


Laut Umfrage wollen drei von vier Mecklenburgern und Vorpommern weg vom Atomstrom. 67 Prozent von ihnen sehen in Solarparkanlagen die beste alternative Öko-Stromquelle. Jeder Zweite würde auch Windkraftanlagen vor allem auf See akzeptieren. Windkraftanlagen an Land und Biogasanlagen hingegen haben nicht so viele Unterstützer. Hier zeige sich, dass die Energiewende für viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern vor der eigenen Haustür stattfindet, so Regierungssprecher Timm. Solange der Strom nicht allein aus Wind, Sonne und Biomasse gewonnen wird, sollen nach Meinung von 76 Prozent der Bürger Gaskraftwerke die Lücken füllen. Kohlekraftwerke finden nur 35 Prozent gut.


Die hohe generelle Akzeptanz für die Energiewende wird relativiert, wenn es ums Geld geht. Nur 42 Prozent der Bürger wären bereit, zusätzliche Kosten zu tragen, deutschlandweit sind es 56 Prozent. Um Energiekosten für die „einfachen“ Bürger zu sparen, sollte die Stromsteuer gesenkt werden. Auch sollten alle Unternehmen die Umlage für die erneuerbaren Energien zahlen. Bislang sind viele Firmen, die viel Strom verbrauchen, davon ausgenommen. Die Energiewende würde laut Umfrage noch mehr Unterstützer finden, wenn die Bevölkerung vor Ort an den Erträgen der Öko-Stromanlagen finanziell beteiligt würden. Andererseits sind viele bereit, ihren Energieverbrauch und damit die Kosten zu senken. Sie wollen in ihrer Wohnung weniger Licht anschalten, Energiesparlampen einschrauben, den Fernseher seltener auf „standby“ stehen lassen und die Zimmertemperatur absenken.

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