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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 08:43 Uhr

Ehrentag : Meine Oma ist die Beste

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Seit 2012 gibt es an jedem zweiten Sonntag im Oktober den Oma-Tag

von
erstellt am 12.Okt.2014 | 08:52 Uhr

„Frag doch mal Oma“ – dieser Satz kommt immer dann, wenn kein anderer eine Antwort weiß. Er zeigt auch, welchen Stellenwert die Großmutter in vielen Familien hat. Aus diesem Grund wurde der Oma-Tag ins Leben gerufen. Seit 2012 findet er an jedem zweiten Sonntag im Oktober statt. Bereits 2008 hatte sich die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen für einen Tag zu Ehren der Großeltern ausgesprochen, um die wichtige Rolle der Senioren in der Gesellschaft zu stärken. „Senioren entwickeln zahlreiche Aktivitäten und sind bereit, viel Zeit zu geben und ihre Kompetenz einzubringen“, sagte die Politikerin damals. Der Oma-Tag ist diesbezüglich der erste Meilenstein.

In anderen Ländern gibt es den Oma-Tag schon länger. So wird er in Polen jedes Jahr am 21. Januar gefeiert. Für die Franzosen hat er sogar eine größere Bedeutung als der Muttertag. In den USA teilt sich die Oma dagegen einen Tag mit dem Opa – den National Grandparents Day gibt es dort bereits seit 1978. Und auch in Italien, Australien, Großbritannien und Asien ist der Großelterntag mittlerweile ein anerkannter Feiertag.

Dass die Großeltern einen so wichtigen Part im Leben ihrer Enkel übernehmen hat auch demografische Gründe. Denn durch die Ausdehnung der Lebenserwartung können sie auch langfristig viel mehr Zeit mit ihnen verbringen, sagt Prof. Heike Trappe, Soziologin am Institut für Familiendemographie der Universität Rostock. Darüber hinaus hat sich auch die Lebenssituation der Großeltern stark verändert. „Vor allem die Großmütter sind heute stärker in das Arbeitsleben eingebunden, als es früher der Fall war“, so Heike Trappe. Viele würden statt mit 60 erst mit 65 Jahren oder später in Rente gehen.

Hinzu kommt die hohe Abwanderungsrate von jungen Leuten, die gerade im Flächenland MV ein Thema ist. „Die Enkel wohnen nicht mehr einfach um die Ecke“, so Heike Trappe. Dennoch dürfe die Rolle der Großeltern nicht unterschätzt werden. „Viele Untersuchungen zeigen, dass die Großeltern für die Enkelkinder sehr wichtig sind“, betont Heike Trappe. Das spiegelt sich auch in den Anekdoten unserer Kollegen wider. Vier von ihnen erzählen hier, welche Erinnerungen sie mit ihren Omas verbinden und was sie an ihnen bewundern. Eines wird dabei besonders deutlich: Die klassische Oma gibt es nicht, jede ist für sich einzigartig.

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