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Mecklenburg-Vorpommern

15. Dezember 2017 | 13:20 Uhr

Hintergrund : Mehrwegbecher werden belohnt

vom
Aus der Onlineredaktion

Mit finanziellen Anreizen versuchen Händler, ihre Kunden für umweltschonendere Alternativen zu gewinnen

von
erstellt am 17.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Eine ganze Reihe von Initiativen kämpft mittlerweile für die Eindämmung der Becher-Flut.

In Freiburg etwa lief im vergangenen November ein Pfandsystem an: In rund 80 Cafés und Bäckereien können sich die Kunden ihren Kaffee auch in eigens dafür ausgegebene Pfandbecher füllen lassen, für die sie bei Rückgabe einen Euro erstattet bekommen.

Die Münchner Umweltaktivistin Julia Post hat bundesweit rund 400 Betriebe für ihre Initiative „Coffee to go again“ gewonnen, in denen Kunden mit ihren eigenen Bechern und Tassen willkommen sind und teils einen Rabatt auf ihr Heißgetränk erhalten. Aber auch große Spieler schenken den Kaffee auf Wunsch in mitgebrachte Mehrwegbehälter aus.

Die Tankstellenkette Aral etwa berechnet seit Anfang Februar in den gesellschaftseigenen Tankstellen Kunden, die ihren eigenen Becher mitbringen, zehn Cent weniger. Auch in den McCafés von McDonald’s ist der Kaffee im eigenen Becher zehn Cent billiger. Das Gäste-Feedback sei zwar positiv, „im Moment bewegt sich die tatsächliche Nutzung allerdings noch auf einem eher niedrigen Niveau, steigt aber an“, sagt ein Sprecher. Die Starbucks-Kette gibt sogar 30 Cent Rabatt.

In Freiburg muss das Thekenpersonal teilnehmender Cafés die Kunden weiter aktiv ansprechen, und der Rücklauf gebrauchter Becher ist nach einer Zwischenbilanz noch ausbaufähig.

Auch die Umwelthilfe geht davon aus, dass sich der Einweg-Verbrauch nur wenig verändert hat. Zwar nutzten mehr Leute Mehrwegsysteme, doch steigt zugleich der Außer-Haus-Konsum von Kaffee – auch im Einwegbereich.

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