Migration : Mehr Zuwanderung in Deutschland - Keine Veränderung in MV

Migranten auf dem Weg in ein Heim
Migranten auf dem Weg in ein Heim

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04. August 2015, 21:00 Uhr

Der bundesweite Zuzug von Arbeitnehmern aus Süd- und Osteuropa und die Zunahme an Asylbewerbern hat 2014 in Mecklenburg-Vorpommern nicht dazu geführt, dass sich der Migrantenanteil an der Bevölkerung erhöhte.

Die Zahl der im Nordosten lebenden Zuwanderer blieb mit rund 55  000 gegenüber 2013 konstant. In Hamburg, das ähnlich viele Einwohner hat wie Mecklenburg-Vorpommern, lebten im Vorjahr hingegen 342 000 Menschen, die ihre alte Heimat verlassen hatten, um in Deutschland neu zu beginnen. Das waren 16 000 oder 5 Prozent mehr als 2013.

Bundesweit war die Zahl der Zugewanderten binnen Jahresfrist um 3,7 Prozent auf 10,9 Millionen gestiegen und hatte damit einen Rekordstand erreicht. Nimmt man die in Deutschland geborenen Kinder dieser Menschen hinzu, lebten 2014 rund 16,4 Millionen Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund in der Bundesrepublik. 68 000 davon waren in Mecklenburg-Vorpommern registriert, 1000 weniger als 2013.

Polen und die Länder der früheren Sowjetunion waren die dominierenden Nationen, aus denen Zuwanderer nach MV kamen. Allerdings nimmt die inzwischen ab. Experten gehen davon aus, dass vor allem Jüngere auf der Suche nach gut bezahlten Jobs in die westlichen Bundesländer weiterzogen. Das trifft offenbar auch auf Asylbewerber zu, wenn deren Anträge von den Behörden genehmigt wurden und sie dann nicht mehr an Aufenthaltsauflagen gebunden sind.

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