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Mehr Wildschweine, weniger Rehe - Backhaus lobt die Jäger

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erstellt am 06.Mär.2012 | 07:59 Uhr

Klink | Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat den Beitrag der Jägerschaft zum Naturschutz gewürdigt. "Dank der Jägerinnen und Jäger werden Schulklassen der Natur näher gebracht, Hecken an den Feldern gepflanzt, Unfallwild und Müll beseitigt oder versucht den baumbrütenden Wanderfalken wieder anzusiedeln. Oft geschieht dies in ihrer kostbaren Freizeit", sagte Backhaus am Samstag bei der Delegiertenversammlung des Landesjagdverbandes in Klink vor 200 Delegierten.

Der Minister machte sich auch für die Abschaffung bleihaltiger Jagdmunition stark. Dem Jahresbericht 2011 des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung zufolge seien bei 4 von 22 untersuchten verendeten Seeadlern als Todesursache Bleivergiftung festgestellt worden. Backhaus kündigte eine Fachkonferenz in Schwerin an, an der Waffen- und Munitionshersteller sowie Experten teilnehmen sollten. Auch der Landesjagdverband, in dem über 10 000 Jäger organisiert sind, soll daran teilnehmen, sagte ein Verbandssprecher.

Der Präsident des Landesjagdverbandes, Volker Böhning, trat auf der Versammlung für eine Gleichberechtigung von Jagd- und Forstinteressen ein: "Wir kritisieren vor allem die Aussage, die Jagd diene der Forstwirtschaft. Jagd und Forstwirtschaft sind nach unserer Überzeugung beide Nutzungsarten des Waldes." Die Jäger in MV haben zuletzt mehr Wildschweine und weniger Rehe geschossen. Insgesamt wurde im zurückliegenden Jagdjahr (1.4.2010-31.3.2011) mit 137 343 Stück Schalenwild nahezu genausoviel Wild geschossen wie im Vorjahreszeitraum. Die Rehwildstrecke ging von 63 413 Stück auf 55 382 Stück zurück.


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