Bäderdienst startet in MV : Mehr Polizisten unterwegs

Der Innenminister hat alles im Griff: Lorenz Caffier (CDU), Polizeimöwe Klara und der Inspekteur der Landespolizei, Wilfried Kapischke (v.r.n.l.) beim offiziellen Start im Warener Stadthafen.
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Der Innenminister hat alles im Griff: Lorenz Caffier (CDU), Polizeimöwe Klara und der Inspekteur der Landespolizei, Wilfried Kapischke (v.r.n.l.) beim offiziellen Start im Warener Stadthafen.

Mehr als 200 meist junge Beamte absolvieren den Bäderdienst 2017. Start an der Müritz

svz.de von
15. Mai 2017, 21:00 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern sind seit gestern mehr als 200 Polizisten zusätzlich als Streifen unterwegs. Damit sich Urlauber und Einheimische in der Hauptsaison noch sicherer fühlen, startete Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) am Stadthafen in Waren an der Müritz den Polizei-Bäderdienst für 2017. Bis 12. September sollen die zusätzlichen Beamten, von denen 120 aus Behörden und 80 von der Bereitschaftspolizei kommen, in den Badeorten Ruhestörungen und Diebstählen vorbeugen, Streit schlichten und bei Straftaten zügig eingreifen.

„An Bewährtem soll man festhalten“, sagte Caffier mit Blick auf die 26-jährige Tradition des Bäderdienstes. Die Sicherheitslage habe sich aber verändert. „Das Sicherheitsgefühl vieler ist ins Wanken geraten“, erklärte der Minister. Mit dem zusätzlichen Personal sei die Polizei auch in der Lage, schnell spezielle Einsatzgruppen einzusetzen. Nur in der Zeit des G20-Gipfels Anfang Juli in Hamburg müsse der Bäderdienst kurzzeitig mit weniger Beamten auskommen. „Wenn eine Familie Urlaub plant, geht es erst um das Ziel“ erklärte der Polizeipräsident von Neubrandenburg, Nils Hoffmann-Ritterbusch, vor knapp 100 Gästen. Danach gehe es immer sofort um die Sicherheit. Und Mecklenburg-Vorpommern gehöre mit durchschnittlich 6000 bis 7000 Straftaten je 100  000 Einwohner zu den sichersten Regionen in Deutschland und Europa. Das Präsidium sorgt im gesamten Osten des Landes mit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, den Inseln Rügen und Usedom sowie der Seenplatte für Sicherheit und Ordnung. In den Vorjahren habe es kaum noch größere Straftaten auf Campingplätzen gegeben, bei denen Bäderdienstbeamte einschreiten mussten, erläuterte Caffier. Die häufigsten Fälle seien Eigentumsdelikte, unzulässiger Lärm oder illegales Campen. Diese Art des Bäderdienstes hatten Sicherheitsexperten ins Leben gerufen, weil es Anfang der 1990er-Jahre gewaltsame Auseinandersetzungen unter Jugendlichen und Übergriffe Rechtsextremer gegen Jugendliche auf Zeltplätzen gegeben hatte.

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