Gesundheitsversorgung MV : Mehr Hausärzte aufs Land

Mit finanziellen Anreizen und einer Reform dses Medizin-Studiums sollen mehr Ärzte in ländliche Gebiete gelockt werden. Bernd Weißbrod
Mit finanziellen Anreizen und einer Reform dses Medizin-Studiums sollen mehr Ärzte in ländliche Gebiete gelockt werden. Bernd Weißbrod

Gesundheitsminister Glawe nennt Schwerpunkte für die nächsten Jahre

svz.de von
30. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Die bessere Gesundheitsversorgung auf dem Lande ist für den zuständigen Minister Harry Glawe (CDU) die zentrale Aufgabe der Gesundheitspolitik in der neuen Legislaturperiode. Vor allem müssten mehr junge Mediziner als Hausärzte gewonnen werden, so der Gesundheitsminister gestern. „Das relativ hohe Alter der jetzt tätigen Hausärzte könnte zu Problemen bei der hausärztlichen Versorgung in Zukunft führen“, sagte Glawe. „Wir brauchen mehr Ärzte, die nachrücken.“ Das Durchschnittsalter der Hausärzte lag 2015 in MV bei 54,2 Jahren.

Glawe regte ein Stipendienprogramm an. Er wolle mit den universitätsmedizinischen Einrichtungen und der Ärzteschaft besprechen, ob und wie dies zur ärztlichen Fachkräftegewinnung beitragen könne. „Ziel ist es, hausärztlich unterversorgte Regionen zu stärken“, betonte der Minister.

Eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung gerade auf dem Lande verspricht sich Glawe auch von der Telemedizin. Sie sei für ein Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern eine absolute Notwendigkeit.

Die Krankenhaus-Standorte im Land seien aus planerischer Sicht sicher, hieß es weiter. Schließungen seien nicht vorgesehen. Es müssten aber neue Versorgungsmodelle entwickelt werden.

Gunnar Bauer

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