Mehr Geld für Hightech-Firmen

von
07. April 2009, 12:03 Uhr

Schwerin | Mecklenburg-Vorpommerns Hightech-Branche mahnt eine Kurskorrektur in der Wirtschaftsförderung an: Die Finanzhilfe müssten deutlich zugunsten der High-tech-Firmen verstärkt werden. Die Beihilfen, die für Technologiegründungen zur Verfügung stünden, fielen bislang im Vergleich zu traditionell geförderten Branchen deutlich geringer aus, kritisierte Petra Ludwig, Geschäftsführerin des Technologiezentrums Warnemünde, während eines Parlamentariertreffens in Schwerin. "Und das, obwohl diese Branchen wegen ihres geringeren Wachstums das investierte Geld nicht in gleichem Maße an die Region zurückgeben können."

Überdurchschnittliches Wachstum und Arbeitsplatzangebot

Die Anstrengungen zur Förderung der Branche müssten deutlich intensiviert werden, forderte auch Steffen Himstedt, Geschäftsführer der Trebing & Himstedt Prozessautomation GmbH & Co. KG aus Schwerin. Ein höheres Finanzengagement könnte sich lohnen: Technologiefirmen würden mit zehn bis 30 Prozent über einen Zeitraum von zehn bis 20 Jahren im Vergleich zu anderen Branchen überdurchschnittlich wachsen, meinte Himstedt. Auch die Gehälter in der Branche würde deutlich über dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen im Land liegen. "Die Kombination mit attraktiven Jobs, die die Branche bietet, macht es im Flächenland M-V überhaupt erst möglich, junge Leute und Fachkräfte aus entfernteren Gebieten für eine Arbeit in der Region zu gewinnen und Hochschulabsolventen zu halten", warb der Firmenchef für mehr Förderung.

Ohnehin hat die Branche noch Nachholbedarf. Einer Studie zufolge ist in keinem anderen Bundesland die unternehmerische Umsetzung von Forschungsergebnissen so schlecht wie in MV. Die Entwicklungstätigkeit der Firmen ist bundesweit mit am geringsten. der Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge bildet MV zusammen mit Sachsen-Anhalt sowohl beim Innovationserfolg als auch bei Innovationsbedingungen das Schlusslicht im Ländervergleich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen