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Land-Frauenverband Mecklenburg- Vorpommern : Mehr Geld für ehrenamtliche Arbeit

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Der Land-Frauenverband hat eine bessere Anerkennung von ehrenamtlicher Arbeit gefordert. "Ehrenamt ist von hoher Bedeutung gerade für den ländlichen Raum, aber die Vereine haben kaum Geld für Aufwandsentschädigungen."

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erstellt am 06.Aug.2012 | 10:16 Uhr

Neubrandenburg | Der Land-Frauenverband Mecklenburg- Vorpommern hat eine bessere Anerkennung von ehrenamtlicher Arbeit gefordert. "Ehrenamt ist von hoher Bedeutung gerade für den ländlichen Raum, aber die Vereine haben kaum Geld für Aufwandsentschädigungen", sagte Verbandsgeschäftsführerin Marion Zampich. Das Problem werde dadurch verschärft, dass das Ehrenamt immer mehr Pflichten des Staates übernehmen muss. Die Rolle der Landfrauen in der Dorfentwicklung ist auch Thema einer Veranstaltung am kommenden Mittwoch in Gottin bei Teterow.

Es müsse den Menschen klar gemacht werden, dass diese Arbeit auch Geld kostet, das von den Ehrenamtlern zum Beispiel durch Benzinkosten selbst gezahlt wird. Derzeit sehe sie aber keine Bestrebungen der Politik, an dieser Situation etwas zu verändern, sagte Zampich. "Das wird sich erst ändern, wenn ehrenamtlich Tätige wegen der miserablen Umstände ihre Tätigkeit einstellen."

Die viel zu geringen Pauschalen, die beispielsweise Übungsleitern oder Vorstandsmitgliedern gezahlt werden könnten, reichten nicht. "Jeder, der nachweislich mehr als zehn Stunden wöchentlich ehrenamtlich tätig ist, muss eine Anerkennung bekommen", sagte Zampich. Ein Weg dazu könnte beispielsweise in der Anerkennung von Rentenpunkten liegen. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern wäre auch Kilometergeld ein wichtiger Schritt, um die Lage der Betroffenen zu verbessern. Immer häufiger erlebe sie, dass ehrenamtliche Arbeiten eingestellt werden, weil keine finanziellen Mittel da sind. "Wenn aber das Ehrenamt einschläft, wird der ländliche Raum einschlafen", meinte Zampich. Es drohten Vergreisung und Vereinsamung in den Dörfern.

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