DGB zum 1. Mai : Mehr Gedanken um die Zukunft

In zahlreichen Orten Mecklenburg-Vorpommerns sind die Menschen zu Mai-Kundgebungen aufgerufen. Die Gewerkschaften wollen sie motivieren, für bessere Arbeit, bessere Löhne und Renten zu streiten.

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01. Mai 2017, 09:22 Uhr

Zum Tag der Arbeit am 1.Mai laden die Gewerkschaften im ganzen Land zu Festen, Kundgebungen und Demonstrationen ein. Beim Demokratiefest in Neubrandenburg am

Montag (10.00 Uhr) ruft der DGB die Bürger auf, sich um ihre eigene Zukunft Gedanken zu machen, wie die DGB-Regionsvorsitzende Gisela Ohlemacher sagte. „Wir möchten, dass sich die Menschen überlegen, ob sie einen Tarifvertrag wollen, und wie es mit ihrer Rente aussieht.

Und dass sie dann dafür auch etwas tun“, sagte sie. Bei dem Fest auf dem Neubrandenburger Marktplatz wird auch Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) erwartet. Es sei wichtig, für Arbeitnehmerrechte, starke Gewerkschaften und gute Arbeitsbedingungen einzutreten, sagte der Regierungschef im Vorfeld des Tages.

Familienfeste und Kundgebungen sind unter anderem in Rostock, Schwerin, Güstrow, Torgelow, Stralsund und Greifswald geplant. Das DGB-Motto des Tages heißt: „Wir sind viele. Wir sind eins.“ In Rostock beteiligen sich neben dem DGB die DGB-Jugend und die Grünen, die Linke und die SPD mit Informationsangeboten am Tag der Arbeit, in Güstrow ist auch die CDU dabei. In beiden Städten stehen auch Podiumsdiskussionen mit Kandidaten zur Bundestagswahl zum Thema „Gute Arbeit - sichere Rente“ auf dem Programm.

Der DGB Nord-Vorsitzende Uwe Polkaehn sagte, im Superwahljahr 2017 würden die Gewerkschaften den 1. Mai zu deutlichen Ansagen an die Parteien nutzen: „Wir erwarten bis zum Sonntag der Landtagswahl von den Politikern keine Scheindebatten, sondern Klartext dazu, wie sie zu den gewerkschaftlichen Forderungen stehen.“ Dazu gehörten gute Arbeitsbedingungen und mehr Tarifbindung in den Unternehmen, tariftreue Vergaben mit einem Mindestlohn von 9,99 Euro, Mitbestimmung, stabile Renten und die Gleichstellung der Frauen.

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