Notenfälschung : Mehr falsche Fünfziger

Banknoten sollten stets aufmerksam geprüft werden, denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.
Banknoten sollten stets aufmerksam geprüft werden, denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Die Summe der entdeckten falschen Banknoten in MV stieg in diesem Jahr an

svz.de von
25. Dezember 2014, 16:00 Uhr

Das Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommern hat vor falschen Fünfzigern gewarnt. Anders als im vergangenen Jahr, in dem überwiegend gefälschte 20-Euro-Scheine auftauchten, versuchten die Täter dieses Jahr, wieder mehr falsche 50-Euro-Banknoten in Umlauf zu bringen. Die Fünfziger machten mehr als die Hälfte der entdeckten „Blüten“ aus, wie ein Sprecher der Behörde sagte. Falschgeld werde im Nordosten überwiegend in kleinen Stückzahlen unter die Leute gebracht, hieß es. Dies geschehe vornehmlich im Handel oder in Restaurantketten vor allem dort, wo Kassen stark frequentiert sind. Bis Ende November wurden 2014 insgesamt 529 falsche Euro-Banknoten aus dem Geldverkehr gezogen. Im gesamten Jahr 2013 war in Mecklenburg-Vorpommern noch ein Rückgang an festgestellten falschen Euro-Banknoten um 40 Prozent auf 306 Stück zu verzeichnen gewesen, wie LKA-Sprecher Michael Schuldt mitteilte.

Der 2014 durch Falschgeld in Mecklenburg-Vorpommern verursachte Schaden stieg im Vergleich zu den ersten elf Monaten des Vorjahres bisher um 9910 Euro auf 24 890 Euro. Grund für den Anstieg in der Summe der Notenwerte sei, dass deutlich mehr 50-Euro- wie auch 20-Euro-Fälschungen in den Verkehr gebracht wurden.

Der falsche Fünfziger bleibe das Lieblingsobjekt der Fälscher, meinte Schuldt. Während sich die Zahl der Eurofälschungen in ausnahmslos allen Nominalwertbereichen erhöhte, sei die Zahl der 50-Euro-Fälschungen am stärksten angestiegen. 269 Stück oder rund 51 Prozent der bisher in diesem Jahr in MV sichergestellten Falsifikate waren 50-Euro-Fälschungen.

Schwerpunkte der Falschgeldverbreitung seien in den Regionen um Rostock, Anklam und Schwerin festzustellen gewesen. Bei den Fälschungen handele es sich um hochwertige Druckfälschungen, die zum Großteil aus Norditalien stammten. Privatpersonen kämen jedoch selten zu Schaden. Betroffen seien meist Handelsketten, Einzelhändler oder Gastronomieeinrichtungen. Auch wenn der Anteil der Fälschungen gemessen an der Anzahl echter im Umlauf befindlicher Euro-Banknoten und -münzen weiterhin im Nordosten absolut gering sei, sollten Banknoten stets aufmerksam geprüft werden, meinte Schuldt. „Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.“

In die Prüfung sollten stets mehrere Sicherheitsmerkmale einbezogen werden, denn gerade im Zusammenspiel der einzelnen Merkmale liege die Sicherheit der Euro-Banknoten. Mit der bewährten Methode „Fühlen, Sehen, Kippen“ könnten etwa die hervorgehobenen Teile des Druckbildes ertastet, das Wasserzeichen in der Durchsicht sowie Veränderungen im Hologramm erkannt werden.  

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