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Alles Wissenswerte über die Grippe : Mehr als nur die Nase voll

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hohes Fieber, Husten, Halsschmerzen: Ist dies eine Erkältung oder eine Grippe? Welches sind die Symptome der Influenza?

von
erstellt am 18.Feb.2015 | 21:10 Uhr

Fast jedes Jahr wiederholt sich im Winter die gleich Situation: Zunächst erwischt es nur einige von uns und dann plötzlich liegen alle im Bett. Der Grippevirus zieht von Mensch zu Mensch.

Das Robert Koch-Institut warnte für die Saison 2014/2015 vor einer starken Influenza-Welle. Diese Warnung beruht auf der Beobachtung, dass sich schwache und starke Grippewellen häufig abwechseln. So fiel die Saison 2013/2014 mit 780 000 grippebedingten Arztbesuchen besonders mild aus. In der Saison davor dagegen wurden zehnmal so viele Arztbesuche verzeichnet. Grippewellen können unterschiedlich ausfallen und ihr Verlauf ist nicht vorhersagbar. Aber es muss nicht unbedingt mit 40 Grad Fieber im Bett enden.

Jeder kann sein individuelles Erkrankungsrisiko beeinflussen. Wie entsteht eine Grippe? Welche Schutzmöglichkeiten kann man nutzen? Liegt es an mangelnder Hygiene und bringt eine Impfung wirklich was?

Auswirkungen der Grippe

 

Infektion

1. Die Influenza beginnt mit dem Einatmen Tausender von Grippeviren bis hinunter zu den Bronchien. Beim Sprechen, Niesen, Husten werden die Viren durch Tröpfcheninfektion verbreitet.

2. Sie dringen in die Schleimhäute der Atemwege ein. Dort werden die Zellen  von einer Schleimschicht geschützt, auf der Fremdkörper und Erreger haften bleiben. Bei guter Abwehrkraft befördern Millionen kleiner Flimmerhärchen die Fremdkörper gemeinsam mit dem Schleim wieder nach draußen. Doch das Grippe-Virus löst den schützenden Schleim auf und legt die Zellen frei. Das Virus kann an der Zelloberfläche andocken und in die Zelle eindringen. Hier vermehrt es sich sehr schnell, die Zelle stirbt ab.  Im Laufe von zwei Tagen breitet sich die Grippe  aus. In den Bronchien werden unbemerkt die Fresszellen in Alarmbereitschaft versetzt, die die Viren abtransportieren. Um weitere Fresszellen zu rekrutieren, schütten sie weiter Botenstoffe aus.

Symptome

Die Symptome treten ein  bis vier Tage nach der Infektion auf und sind dann in der Regel drei bis fünf Tage ansteckend. Bei kleinen Kindern kann der Zeitraum früher beginnen bzw. länger anhalten.

Hohes Fieber (über 38,5 Grad Celsius)

Kopfschmerzen

Muskel- und Gelenkschmerzen

Trockener Husten, Halsschmerzen

 

Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Grippe oder Erkältung

 

Therapie

Grippe kann nicht ursächlich behandelt werden. Wen es erwischt, der sollte in jedem Fall frühzeitig zum Arzt gehen, körperliche Belastungen vermeiden und strenge Bettruhe einhalten. Zusätzlich können Nasentropfen, schleimlösende oder  fiebersenkende Medikamente eingenommen werden. Bei Zusatzinfektionen werden Antibiotika eingesetzt. Vitaminreiche Ernährung und viel Flüssigkeit unterstützen den Heilungsprozess.

Prävention

Der Krankheitsverlauf wird maßgeblich durch das Immunsystem beeinflusst. So kann jeder seine eigene Firewall aufbauen.

 

 

Und zum Schluss: So ist ein Virus aufgebaut

 



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