„Aktenzeichen XY“ : Mehr als 40 Hinweise zu Greifswalder Mordfall

Regina Mehling
Regina Mehling

Die Polizei in Anklam ist nach der Ausstrahlung eines Greifswalder Mordfalls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ zufrieden. Möglicherweise gibt es jetzt DNA-Tests.

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01. Februar 2018, 15:29 Uhr

Im Mordfall einer jungen Frau aus Greifswald vor fast 24 Jahren hat die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ neuen Schwung in die Ermittlungen gebracht. Wie ein Sprecherin der Polizei am Donnerstag in Neubrandenburg erklärte, haben sich nach Ausstrahlung des Falles am Mittwochabend rund 40 Anrufer gemeldet, die wichtige Beobachtungen gemacht haben. Zudem seien zwei Hinweise per Mail eingegangen. „Wir haben ermittlungstechnisch neue Ansätze, denen wir jetzt nachgehen werden“, sagte die Sprecherin.

Unter den Hinweisgebern sei eine Frau, die sich mit ihrem damaligen Freund an dem Tag im Strandbad Eldena aufgehalten habe, als die 22-jährige Regina Mehling am 3. Mai gegen Mittag dort verschwand.

Auch wurden der Polizei Namen von Männern aus dem Umfeld der Getöteten genannt, die bisher nicht bekannt gewesen seien. Deshalb sei es möglich, dass nun auf freiwilliger Basis neue DNA-Test gemacht würden, sagte die Polizeisprecherin. Zudem habe sich eine Frau gemeldet, die um den Tatzeitraum herum ebenfalls von einem Mann am Strandbad angesprochen worden sei.

Die Leiche der Greifswalderin war am 31. Mai 1994 in einem wenige hundert Meter entfernten, leerstehenden Schweinestall gefunden worden.  Die Polizei vermutet, dass das Opfer im Zusammenhang mit einem Sexualdelikt ermordet wurde.

Die Tote lag bekleidet unter Bauschutt und leeren Futtermitteltüten im Stall, der inzwischen abgerissen wurde. Die Polizei hat das damalige Umfeld des Opfers überprüft, aber keinen Tatverdächtigen finden können. Man habe aber eine DNA-Spur eines noch unbekannten Mannes an der Leiche abnehmen können, sagte der Ermittler.

Die Getötete hatte an dem Tag frei und war gegen Mittag mit einem Hund von Freunden in das etwa sechs Kilometer entfernte Strandbad gefahren. Der Hund gelangte wieder zu den Bekannten zurück. Das Auto des Opfers, ein Trabant, wurde zwei Tage später in der Innenstadt geparkt und mit einem Stein hinter einem Rad gesichert gefunden. Der Täter könne über die Gewohnheiten des Opfers viel gewusst zu haben.

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