Sechs-Millionen-Projekt wird vervollständigt : Megapark bekommt seine Abkürzung

Der Megapark, das größte Gewerbegebiet Westmecklenburgs, soll einen neuen Hamburg-Anschluss bekommen.Cordes
Der Megapark, das größte Gewerbegebiet Westmecklenburgs, soll einen neuen Hamburg-Anschluss bekommen.Cordes

Aus der Abfahrt Gallin wird eine Teilanschlussstelle, für die Betriebe im größten Gewerbegebiet der Region werden die Wege nach Hamburg damit um etliche Kilometer kürzer. Noch im Mai soll mit dem Bau begonnen werden.

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14. Mai 2012, 06:36 Uhr

Gallin/Valluhn | Aus der Abfahrt Gallin wird eine Teilanschlussstelle, für die Betriebe im größten Gewerbegebiet Westmecklenburgs werden die Wege nach Hamburg damit um etliche Kilometer kürzer. Noch im Mai, so bestätigte es der für den Park zuständige Planungsverband TGG Valluhn/Gallin, soll mit dem Bau der Brücke über die A24 und den dazugehörigen Straßenabschnitten begonnen werden. Allerdings wird keine komplette Autobahn-Anschlussstelle gebaut. Es wird nur die Möglichkeit geben vom Megapark in Richtung Hamburg aufzufahren.

Bisher müssen täglich Hunderte Lkw mit Zielrichtung Hansestadt jeweils den Umweg durch das komplette Gewerbegebiet und dann den Weg über die B 191 zur Anschlussstelle Zarrentin nehmen. Auch wenn es für den einzelnen Lkw je nach Lage im Gebiet nur zwischen sieben und neun Kilometer sind, die da eingespart werden, so geht es besonders für die zahlreich im Megapark vertretenen Logistikunternehmen im Laufe eines Jahres locker um Hunderttausende Euro. Der Druck auf die regionale Politik war in den vergangenen Jahren so groß, dass einige Unternehmen sich auch an den Kosten für Planungen beteiligten, um das Projekt voranzubringen.

Denn um den Bau der Brücke wird schon seit vielen Jahren vor allem hinter den Kulissen gerungen. Dass die Anbindung des "Technologie- und Gewerbeparks" so provisorisch ist, hängt vor allem mit der Geschichte des Gebietes zusammen. Das entstand nach der Wende im Wesentlichen auf dem Gelände der früheren Grenzübergangsstelle. Die alten Brücken, die es gab, wurden nach der Wende zügig abgerissen. Dann kamen Jahre, in denen wenig passierte, und erst nach und nach stellte sich mit der Ansiedlung von "Tchibo" der Erfolg ein. Heute spricht man von bis zu 4000 Arbeitskräften, die im Megapark zumindest teilweise eine Arbeit haben.

Die Idee, eine neue Anschlussstelle zu bauen, ist nicht neu, doch es gab erhebliche Widerstände, auch bei den Behörden. Eine Ursache sind die Abstandsregeln, die es normalerweise zwischen Autobahnabfahrten gibt. Dann ging es um die Finanzierung. Insgesamt geht es mit allen begleitenden Straßenbaumaßnahmen um sechs Millionen Euro, zwei Millionen wird das Land über Fördermittel aus dem Programm "Kommunaler Straßenbau" zur Verfügung stellen. Schließlich gab es auch noch einige Sorgen bei der Planung, weil es erheblichen Widerstand von Grundstücksbesitzern gab. Nach aufwändiger Neuplanung sind die Hindernisse beseitigt, Ende 2013 soll der Anschluss in Richtung Hamburg stehen. Zugleich soll die alte Kolonnenbrücke, über die sich aus der Busverkehr provisorisch quälen muss, abgerissen werden. Zugleich wird der Megapark eine zweite Anbindung an die B 191 bekommen, um so auch den beachtlichen Verkehr innerhalb des Gewerbegebietes besser zu verteilen.

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