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German Pellets : Mega-Pleite durch Firma aus Wismar

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach Stammunternehmen gehen auch Töchter von German Pellets in Insolvenz

von
erstellt am 23.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Das Scheitern des Wismarer Brennstoffherstellers German Pellets wächst sich zur Mega-Pleite aus. Nach dem Insolvenz-Antrag des Stammunternehmens Anfang Februar melden jetzt die ersten Tochterfirmen die Zahlungsunfähigkeit an, wie Firmensprecherin Claudia Röhr bestätigte. Unter anderen sind die German Pellets Sachsen, die German Pellets Supply, die German Pellets Genussrechte und eine Beteiligungs-GmbH betroffen.

Neben den 150 Angestellten in Wismar sind weitere 280 Menschen bei Holzverarbeitern der Gruppe beschäftigt. Nach eigenen Angaben wuchs das Firmengeflecht seit der Gründung 2005 auf insgesamt 27 Tochterunternehmen mit 650 Beschäftigten. Grundsätzlich sind bei der Insolvenz des Mutterhauses nicht die Tochterfirmen automatisch ebenfalls insolvent. Es liege aber nahe, dass ein Großteil davon durch die enge Verflechtung in den Pleiten-Strudel hineingerissen wird, heißt es. Peter Leibold, geschäftsführender Gesellschafter, äußert sich derzeit dazu nicht öffentlich, so Sprecherin Röhr.

Recherchen unserer Zeitung ergaben, dass im Jahr 2005 der Bau des Werkes der German Pellets GmbH in Wismar mit einem Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro mit 2,5 Millionen Euro vom Land gefördert wurde. 2010 flossen für die Erweiterung der Betriebsstätte weitere 3,5 Millionen Fördermittel. „In beiden Förderfällen ist die Zweckbindungsfrist abgelaufen“ so ein Sprecher des Wirtschaftsministerium. Das heißt, das Geld ist weg.

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