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Exponate von Zoll und Fischmärkten nach Stralsund : Meeresmuseum erwirbt Haisammlung

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Und der Haifisch, der hat Zähne. Und vor denen haben die meisten Menschen Angst. Dabei sind viele Haiarten für Menschen ungefährlich. Gebisse von 51 Haiarten gehören zu einer Sammlung, die das Meeresmuseum gekauft hat.

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 04:20 Uhr

Eine Haisammlung mit 200 Exponaten wurde am Freitag an das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund übergeben.

Darin enthalten seien unter anderem 67 Gebisse von 51 verschiedenen Haiarten, teilte das Museum mit. Die von dem Haiexperten Silvio Heidler zusammengetragene Sammlung beeindrucke nicht nur durch die Seltenheit einiger Exponate. Sie spiegele zugleich die Vielfalt der oft zu Unrecht als gefährlich angesehenen Tiere wider, so Kurator Timo Moritz.

Die Gebisse der Sammlung ließen auf das Fressverhalten der Tiere schließen. Die Zähne und ihre Anordnung zeigen, wovon sich die Tiere ernähren. Arten, die Muscheln oder ähnlich harte Beute fressen, haben nussknackerähnliche Kiefer mit flachen Zähnen. Haie, auf deren Speiseplan eher Fisch und Tintenfisch steht, haben hingegen spitze Zähne, um ihre Beute festzuhalten. Und Räuber, die sich auf große Beute spezialisiert haben, besitzen Zähne, die es ähnlich wie Steakmesser ermöglichen, die Nahrung zu zerteilen, so Moritz.

Neben den Gebissen enthalte die Sammlung Präparate von Flossen sowie Eihüllen von Haien. "Die Exponate sind ein großer Gewinn für unsere Museumssammlung. Originale statt Nachbildungen zeigen zu können, ist immer etwas ganz Besonderes", betont Moritz. Wichtig sei den Experten die Verlässlichkeit der Quellen, aus denen die Exponate stammten. Silvio Heidler habe seine Sammlung in 20 Jahren vom Zoll, aus Schauaquarien und von Fischmärkten zusammengetragen. Nach einer Sonderausstellung im Altenburger Naturkundemuseum fehlte ihm der Platz für eine adäquate Aufbewahrung.

Das Museum plant die Einrichtung einer neuen Dauerausstellung über Haie, in die auch Exponate der Sammlung Eingang finden sollen. Drei Haigebisse sind bereits in der Ausstellung "Mensch und Meer" in der Katharinenhalle des Meeresmuseums zu sehen. Der Kauf der Sammlung sei durch den Förderverein der Stiftung Deutsches Meeresmuseum ermöglicht worden.

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