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Mecklenburg-Vorpommern

15. Dezember 2017 | 19:09 Uhr

Mecklenburger würden Merkel wählen

vom

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 07:56 Uhr

Schwerin | Paukenschlag zum Wahlkampfauftakt: Fast zwei Drittel der Bürger des Landes würden Angela Merkel wählen, wenn sie die Bundeskanzler/in direkt wählen könnten. Nur 17 Prozent entschieden sich für Peer Steinbrück (SPD). Das ist weit weniger als in der Bundesrepublik insgesamt. Hier würden nach neuesten Umfragen zumindest 28 Prozent der Wähler hinter Steinbrück stehen, wenn am Sonntag Wahlen wären. Erstaunlich: Selbst bei den potenziellen SPD-Wählern entschieden sich im Direktvergleich 65 Prozent für Angela Merkel. Das sagt einiges über die Zufriedenheit mit dem eigenen Kanzlerkandidaten aus. Lediglich die Anhänger der Linkspartei stehen mit 34 Prozent hinter Steinbrück und mit nur 29 Prozent hinter Merkel. Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer von TNS Emnid, wertet das als Zeichen dafür, dass die SPD im Osten ein Problem mit ihrem Kanzlerkandidaten hat. "Steinbrück kommt mit seinen Aussagen zum Osten nicht bei den Wählern an", sagt der erfahrene Meinungsforscher.

Im Auftrag unserer Zeitung hat das renommierte Meinungsforschungsinstitut Emnid brandaktuell vom 9. bis 13. August 750 Mecklenburger und Vorpommern aus allen Altersgruppen, sozialen Schichten und jeglicher politischer Couleur telefonisch befragt. "Wenn Sie den Bundeskanzler/ die Bundeskanzlerin direkt wählen könnten, für wen würden sie sich entscheiden", wollten die Meinungsforscher wissen.

Während im mecklenburgischen Landesteil zumindest noch 20 Prozent für Steinbrück plädieren, sind es in Vorpommern nur neun Prozent. Dabei sind beide Wahlkämpfer nahezu gleichauf bei ihren Wahlkampfterminen im Norden. Erst gestern war Angela Merkel in Waren an der Müritz und auf der Insel Riems. Peer Steinbrück plauderte vergangenen Freitag auf dem Ausflugsdampfer "Ostseebad Warnemünde" während einer Hafenrundfahrt in Warnemünde mit 400 Bürgern und ging von Tisch zu Tisch.

Klaus-Peter Schöppner verweist aber auch auf den Kanzler-Bonus, den Angela Merkel qua Amt hat und der in dem Bundesland, in dem sie ihren Wahlkreis auf Rügen, in Stralsund und Greifswald hat, um so mehr trägt. Merkel ist auch für die CDU im Land insgesamt das Zugpferd, wie unsere Sonntagsfrage ergab. Wenn morgen Bundestagswahlen wären, würden allerdings die Mecklenburger und Vorpommern auch der SPD gute Chancen geben. Allerdings sind 36 Tage vor der Wahl auch noch sehr viele Wähler unentschlossen oder geben an, nicht zur Wahl zu gehen.

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