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Kaufkraftprognose : Mecklenburger haben 17421 Euro zum Einkaufen

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mecklenburger und Vorpommern haben 2014 im Schnitt deutlich mehr Geld zum Einkaufen im Portmonee als in den vergangenen Jahren.

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 11:50 Uhr

Gute Aussichten: Mecklenburger und Vorpommern haben 2014 im Schnitt deutlich mehr Geld zum Einkaufen im Portmonee als in den vergangenen Jahren. In einer Kaufkraftprognose hat die renomierte Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg errechnet, dass im Durchschnitt jedem Menschen im Nordosten über das ganze Jahr 17 421 Euro zur Verfügung stehen – das sind 383 Euro mehr als für das vergangene Jahr ermittelt worden waren.

„Die Studie zeigt allerdings regionale Unterschiede“, sagte Cornelia Lichtner von der GfK. Die Schweriner haben mit 18 680 Euro pro Kopf landesweit das meiste Geld zum Shoppen. Immerhin 459 Euro mehr als 2013. Die Rostocker kommen noch auf 18 288 Euro und damit auf Platz zwei im Ranking der Landkreise und kreisfreien Städte im Nordosten. Schlusslicht ist dagegen der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Hier können die Menschen im Schnitt nur 16 562 Euro ausgeben.

Unter Kaufkraft versteht man das Nettoeinkommen der Bevölkerung einschließlich staatlicher Transferleistungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld.

Der Einzelhandel reagiert mit verhaltenem Jubel. „Steigende Kaufkraft ist immer eine gute Nachricht für uns“, meinte Monika Dürrer, vom Einzelhandelsverband Nord, gegenüber unserer Redaktion. Sektlaune käme bei den Händlern dennoch nicht auf, denn beim Einzelhandel würden nur 28 Prozent der Kaufkraft bleiben. Ein Großteil des Geldes gehe für Mieten, Energie, Kraftstoff, Urlaubsreisen oder Medikamente drauf.

Die Freude trübt sich auch ein, wenn man die Kaufkraft in Mecklenburg-Vorpommern mit der anderer Bundesländer vergleicht. Der Nordosten liegt weit abgeschlagen um 17,7 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt und belegt im Länderranking den zweitschlechtesten Platz. Nur in Sachsen-Anhalt haben die Menschen mit 17 336 Euro weniger Geld im Portmonee.

Spitzenreiter ist Hamburg mit 23 469 Euro pro Kopf. Nachbar Schleswig-Holstein kommt mit 21 321 Euro im Länderranking auf Platz fünf. Insgesamt liegt der Bundesdurchschnitt bei 21 179 Euro. Damit werden die Deutschen im Jahr 2014 durchschnittlich 586 Euro – rund 2,85 Prozent – mehr als im Vorjahr zur Verfügung haben. Als Gründe für das Ansteigen der Kaufkraft werden die solide Lage auf dem Arbeitsmarkt und gestiegene Löhne in vielen Branchen genannt.

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