Mehr Arbeit für weniger Lohn : Mecklenburger arbeiten länger

2015 leistete jeder Arbeitnehmer in MV im Schnitt 1428 Arbeitsstunden.
2015 leistete jeder Arbeitnehmer in MV im Schnitt 1428 Arbeitsstunden.

Die Erwerbstätigen in MV haben im vorigen Jahr im Schnitt 4,2 Prozent länger gearbeitet als ihre Kollegen in der Bundesrepublik insgesamt.

svz.de von
25. März 2016, 09:00 Uhr

Mehr Arbeit für weniger Lohn: Die Erwerbstätigen in MV haben im vorigen Jahr im Schnitt 4,2 Prozent länger gearbeitet als ihre Kollegen in der Bundesrepublik insgesamt. Sie leisteten 2015 pro Kopf 1428 Arbeitsstunden, wie das Statistische Landesamt gestern in Schwerin mitteilte. In der Bundesrepublik insgesamt seien es pro Kopf 1371 Stunden gewesen – 57 Stunden weniger als im Nordosten.

Im Vergleich zu 2014 erhöhte sich die durchschnittliche Pro-Kopf-Arbeitsleistung in MV um 13 Stunden, bundesweit nur um fünf Stunden. Am längsten wurde dabei auf dem Bau gearbeitet, gefolgt von der Landwirtschaft und dem Dienstleistungsbereich. Ursachen für die Unterschiede zwischen den Wirtschaftsbereichen und zum Bundesdurchschnitt sind dem Amt zufolge unterschiedliche tarifliche Arbeitszeiten der Arbeitnehmer, aber auch Unterschiede bei Voll- und Teilzeit sowie bei Urlaubs-, Kranken- und Feiertagen.

Obwohl in MV überdurchschnittlich lange gearbeitet wird, sind die Löhne nach wie vor im innerdeutschen Vergleich ganz unten. Im Jahr 2014 betrug der durchschnittliche Bruttolohn je Arbeitnehmer in MV 24 915 Euro. Das war der geringste Wert bundesweit. Der Bundesdurchschnitt lag bei 31 578 Euro.

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