Bericht aus dem Finanzministerium : Mecklenburg-Vorpommern an 43 Unternehmen beteiligt

Das heutige Finanzministerium wurde  1842 als schmuckloser Fachwerkbau errichtet und  über die Jahre erweitert.
Das heutige Finanzministerium wurde 1842 als schmuckloser Fachwerkbau errichtet und über die Jahre erweitert.

Finanzminister Brodkorb hat erstmals einen Bericht über die Landesbeteiligungen in Wirtschaft, Arbeitsmarktförderung, Kultur und Bildung vorgelegt. Der Bericht legt auch die Gehälter von Geschäftsführern offen.

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30. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hält aktuell Beteiligungen an 43 privaten oder öffentlich-rechtlichen Unternehmen. Über diese Wirtschaftsaktivitäten gibt der erste Beteiligungsbericht des Landes Auskunft, den Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) am Dienstag dem Kabinett in Schwerin vorstellte. Mit dem Bericht informiert die Landesregierung nach Ministeriumsangaben erstmals zusammenhängend, an welchen Gesellschaften sich das Land beteiligt, welche Aufgaben im Landesinteresse die Unternehmen erbringen und wie sie sich in den vergangenen Jahren wirtschaftlich entwickelten.

Zu den Unternehmen mit Landesbeteiligung gehören der Seehafen Wismar, der Port Rostock und der Fährhafen Sassnitz. Im Landesbesitz sind unter anderem die VMV Verkehrsgesellschaft, das Gut Dummerstorf, die Ihlenberger Abfallentsorgungs GmbH, die Lotto- und Toto-Gesellschaft, die Landesenergie- und Klimaschutzagentur sowie die Landesforstanstalt.

„Mit dem Beteiligungsbericht legen wir nicht nur die Beteiligungen des Landes offen, wir informieren auch über die Gehälter in den Chefetagen“, sagte Brodkorb. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Herstellung von Transparenz. Der Landtag hatte 2016 beschlossen, dass Geschäftsführer öffentlicher Unternehmen ihre Bezüge offenlegen sollen. Auch einige privatrechtliche Unternehmen machen diese Angaben bereits im ersten Beteiligungsbericht.

Brodkorb zufolge ist das Land seit Anfang der 1990er Jahre an Unternehmen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen beteiligt. Schwerpunkte sind die maritime Wirtschaft, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsförderung, sowie die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Kultur. Eine Beteiligung des Landes komme immer dann in Frage, wenn wichtige Landesinteressen auf diese Weise besser und wirtschaftlicher verfolgt werden können.  

Aus dem Beteiligungsbericht geht auch hervor, dass Frauen in Unternehmen mit Landesbeteiligung auf Führungsebene unterrepräsentiert sind. Ende 2016 lag ihr Anteil an der Geschäftsleitung bei 17 Prozent.   

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