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Museum Teterow : Geschichte zieht ins alte Stadttor

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Teterower Museum will im Frühjahr seine Ausstellung erweitern

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2017 | 00:00 Uhr

Meike Jezmann gibt es unumwunden zu: „Das Museum, das ist mein Kind.“ Und das behütet, pflegt und begleitet die studierte Pädagogin seit mittlerweile 30 Jahren. Damals – 1986 – erhielt sie eine Planstelle für das sich im Aufbau befindliche Museum. Bereits Jahre zuvor wurden erste Untersuchungen angestellt, wie das mittelalterliche Malchiner Tor und das daneben stehende, 1789 erbaute Rats- und Polizeidienerhaus für museale Zwecke umgebaut werden könnten.

Doch wie das eben so war in der DDR: Der Plan war das eine, die Praxis – sprich Baukapazitäten und Baustoffe – das andere. Und so sollten noch mehrere Jahre vergehen, bis das Stadtmuseum im Mai 1990 eröffnet werden konnte – als übrigens bereits drittes in der mecklenburgischen Ackerbürgerstadt. Das erste – 1933 gegründet – überstand das Jahr 1945 nicht. Das zweite wurde nach wenigen Jahren Bestand 1964 per Ratsbeschluss aufgelöst. „Man wollte die kleinbürgerlichen Heimatstuben nicht mehr haben“, weiß Meike Jezmann. Fortan sollten die Bezirksmuseen – in diesem Fall das von Neubrandenburg – die Geschichte verwalten. Leider sind mit den Schließungen der beiden Vorgänger-Museen auch deren Bestände verschwunden. So bestimmen vor allem Zeugnisse des 19. Jahrhunderts die derzeitigen Bestände. Doch bis zum Frühjahr 2017 sollen im dazu hergerichteten Dachgeschoss des Malchiner Tores weitere Ausstellungsstücke hinzukommen. Diese beziehen sich auf die beiden Weltkriege und die Nachkriegszeit. Hinzu kommen Exponate zur Ortsgeschichte bis zur Wende. Und schon gibt es Planungen, die in die Jahre gekommene Schau zur Ur- und Frühgeschichte bzw. zur Slawenzeit neu zu gestalten. Museumsleiterin Jezmann weiß wie: „Es muss über die Sinne, über das Erleben laufen. Aber es darf auch nicht comicartig werden.“ Also nicht zu lange Texte, dafür mehr Fotos und Zeichnungen. Und vor allem viele An-gebote, die eigene Heimatgeschichte live erleben zu können.

 


 

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