November : Gefiederte Wintergäste treffen ein

Ein heimischer Seeadler auf der Jagd nach nach „Gast-Enten“, die den Namen Gänsesäger tragen.  Fotos: Hoyer
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Ein heimischer Seeadler auf der Jagd nach nach „Gast-Enten“, die den Namen Gänsesäger tragen. Fotos: Hoyer

Im November zeigt sich die Natur nicht nur von ihrer grauen Seite – Nordeuropas bunte Vogelwelt ist zu Gast

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26. November 2015, 09:32 Uhr

Im November sind die Tage schon recht kurz und nur selten lässt sich bei der vorherrschenden neblig-trüben Witterung die Sonne blicken. Umso wichtiger ist es, dass wir an solchen sonnigen Tagen in die Natur gehen, denn unser Körper benötigt ein gewisses Maß an Licht, Luft und Sonne, wenn wir uns rundum wohl fühlen wollen.

Doch auch wenn die Natur sich jetzt von der grauen Seite zeigt – zu entdecken gibt es noch genug. Ein Besuch an einem See oder an der Ostseeküste zeigt uns, dass einige Vogelarten aus Nordeuropa den Weg zu uns gefunden haben.

Die Gewässer im Hohen Norden sind schon zugefroren und so müssen die Wasservögel in den gemäßigten Süden ausweichen, um noch ausreichend Nahrung zu finden. Der Singschwan gehört dazu und auch der Gänsesäger, die Zwergsäger und verschiedene Entenarten, wie Eisente, Trauerente, Samtente und Eiderente.

Auch am Waldrand oder sogar im Garten können wir gefiederte Wintergäste antreffen: die buntesten Vögel aus dem Norden sind die Seidenschwänze, die in manchen Jahren bei uns invasionsartig einfliegen. Am Futterhaus stellt sich ein Verwandter des Buchfinken, der nordische Bergfink ein und auch der prächtige Kernbeisser lässt sich hin und wieder blicken.

Ist noch Platz im Garten, können zur Unterstützung von bei uns bleibenden Vogelarten beerentragende Gehölze gepflanzt werden. Amseln, Singdrosseln und Wacholderdrosseln nehmen dankbar die Ebereschen-sträucher an. Auch das schöne Pfaffenhütchen kann mit seinen roten Früchten zu einer Zierde und zu einem Vogeltreffpunkt im Garten werden.

Werden am Zaun Brombeeren und Schlehdorn gepflanzt, haben wir im Sommer und Herbst süße Früchte zum Naschen. Singvögel werden die Hecke gern zum Verstecken und zur Anlage des Nestes nutzen. Bereits im November können schon Schnee und Eis den Vögeln das Leben schwer machen. Dann ist es an der Zeit, dass ein Futterhaus für Singvögel auf dem Fensterbrett, dem Balkon oder im Garten aufgestellt wird. Natürlich ist es am einfachsten in einem Baumarkt ein Futterhaus zu kaufen, aber spannender ist es zusammen mit den Kindern ein Futterhaus nach eigenen Vorstellungen zu basteln. Da ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Hauptsache, das Häuschen hat ein Dach, damit das Futter trocken bleibt. Obendrein sollte es ausreichend Rundumsicht für die Vögel bieten, damit Katzen keine Chance haben, die Vögel zu erbeuten. Sehr schön sieht im Garten ein Futterhaus aus Birkenhölzern mit einem Dach aus Schilfrohr aus. Wacholderdrosseln und Amseln sind auch dankbar, wenn ein aufgeschnittener Apfel am Futterhaus zusätzliche Nahrung bietet.
 

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