Adel : Baron von Schwerin ruht in Schweden

Es lohnt sich ein Besuch in der Riddarholmskirche.
Es lohnt sich ein Besuch in der Riddarholmskirche.

Spuren eines mecklenburgischen Adelsgeschlechts in der Stockholmer Riddarholmskirche entdeckt

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26. November 2015, 09:26 Uhr

Wer die Riddarholmskirche (Schwedisch: Riddarholmskyrkan) in Stockholm besucht, stößt auf mecklenburgische Adelsspuren. In der Riddarholmskirche sind alle schwedischen Könige seit Gustav II. Adolf bis zum König Gustav V. beigesetzt worden. Außerdem werden seit 1748 alle Wappentafeln der verstorbenen Ritter des Königlichen Seraphinenordens dort an den Kirchenwänden aufgehängt.

Am Tage der Beisetzung der Seraphinenritter läuten die Glocken der Riddarholmskirche. Der Königliche Seraphinenorden ist der höchste Verdienstorden des Königreichs Schweden, der vom schwedischen Königshaus bis zum heutigen Tag verliehen wird. Auch die Wappentafel des Freiherrn bzw. Barons von Schwerin von 1765 ist in der schwedischen Riddarholmskirche seit dessen Tod im Jahre 1772 zu sehen. Freiherr Jacob Philipp von Schwerin entstammt einem alten mecklenburgischen Adelsgeschlecht, das 1178 in der Grafschaft Schwerin erstmals erwähnt wurde. Die Genannten von Schwerin haben viel Besitz in Alt-Vorpommern gehabt, wo sie seit dem 14. Jahrhundert das Erbküchenmeisteramt versahen. Es gibt viele Linien dieser Familie, wie Adelige, Freiherrliche und Gräfliche.

Die Hiesige nun ist eine der schwedischen Seitenlinien, sie entstammt der pommerschen Linie Wopersnow, erhielt 1717 den schwedischen Freiherrnstand für Philipp Bogislaw von Schwerin, Königlich schwedischer Generalmajor.

Auch sein Bruder Otto Friedrich wurde 1723 in den schwedischen Freiherrnstand aufgenommen. Alle führten das abgebildete Wappen. Die zwei obigen gekrönten Wölfe entstammen aus dem Wappen derer von Barcke, daneben das Drillgatter aus dem Wappen derer von Levetzow. Das Wappen der Letztgenannten findet man auch auf einem Grabstein auf dem Schweriner Alten Friedhof, da einer der von Levetzows in Schwerin Adjutant und Leutnant im Großherzoglichen Mecklenburgischen Grenadierregiment gewesen ist.

Der abgebildete Wahlspruch der Wappentafel bedeutet sinngemäß: „Nicht weniger standhaft als verfolgt.“ Die gräfliche Seitenlinie von Schwerin ist in Schweden ebenfalls sehr angesehen, begütert und existiert bis heute.

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