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Hoffnung für Baumärkte : Max-Bahr-Märkte vor Verkauf

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Hoffnung für drei der sechs insolventen Max-Bahr-Baumärkte in MV: Die Märkte in Schwerin, Neubrandenburg und einer in Rostock werden voraussichtlich vom Dortmunder Familienunternehmen Hellweg übernommen.

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erstellt am 01.Nov.2013 | 08:20 Uhr

Schwerin/Hamburg | Hoffnung für drei der sechs insolventen Max-Bahr-Baumärkte in Mecklenburg-Vorpommern: Die Märkte in Schwerin, Neubrandenburg und einer in Rostock werden voraussichtlich vom Dortmunder Familienunternehmen Hellweg übernommen und weitergeführt. Die drei Filialen sollen zu den bundesweit 73 Max-Bahr-Märkten mit 3600 Mitarbeitern gehören, an dem das Bieterkonsortium interessiert sei, hieß es gestern aus dem Umfeld des Unternehmens. Zu dem Konsortium gehört auch die Hamburger Familie Möhrle, die Max Bahr 2007 an Praktiker verkauft hatte. Ein entsprechender Übernahmevertrag sollte ursprünglich bereits bis Ende Oktober unterschrieben werden. Wie es nun gestern hieß, dauerten die Gespräche wegen der komplexen Verhandlungen, an denen auch Gläubiger, Banken, Waren- und Kreditversicherer und Vermieter beteiligt sind, länger als vorgesehen. Noch fehlten die letzten Zusagen der finanzierenden Banken und der im Einzelhandel unverzichtbaren Warenkreditversicherer, die den Lagerbestand praktisch vorfinanzieren, hieß es gestern. Berichten zufolge muss bis Montag eine Entscheidung fallen. Dann treffen sich die Gläubiger von Max Bahr. Länger könne der Betrieb in den Baumärkten ohne eine Perspektive für die Zukunft nicht aufrechterhalten werden, so Insider. Als Kaufpreis für die 73 Max-Bahr-Stammfilialen wird ein Kaufpreis von rund 100 Millionen Euro genannt.

Zur Hellweg-Gruppe gehören bereits 85 Märkte in Deutschland sowie sieben in Österreich. Von Dortmund aus werden zudem 56 BayWa Bau & Garten Filialen in Süddeutschland betreut und gesteuert. Hellweg beschäftigt rund 4000 Mitarbeiter. Namensgeber für das Unternehmen ist Europas bedeutendster Handelsweg im Mittelalter: Der "Hellweg" führt von Aachen durch das Ruhrgebiet bis nach Berlin.

In den Märkten in Bentwisch, Gägelow und Greifswald laufe der Abverkauf, teilte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Holger Voskuhl, gestern mit. Für diese zu den bundesweit gehörenden insgesamt 54 ehemaligen Praktiker- und seit 2012 auf Max Bahr umgeflaggten Märkte gebe es bislang keinen Vertrag mit einem der verbliebenen Interessenten, hieß es.

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