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Innovation aus Teterow : Massenhaft Lebendfutter

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Aus der Onlineredaktion

Teterower Firma produziert ein spezielles Lebendfutter für frisch geschlüpfte Zander in Aquakulturanlagen

svz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 11:50 Uhr

Babynahrung für Zier- und Speisefische stellt ein junges Unternehmen in Teterow her. Wie andere Neugeborene auch können die Jungfische bestimmter Arten in den ersten Lebenswochen nicht die gleiche Nahrung wie ausgewachsene Tiere aufnehmen.

„Die Fischlarven brauchen Futter, das sich bewegt, damit sie zustoßen und fressen“, erklärt Hanno Bährs, Geschäftsführer der Aquacopa GmbH in Teterow (Landkreis Rostock). Ältere Fische dagegen bekommen Trocken- oder Frostfutter.

Das im März 2016 gegründete Unternehmen produziert seit vergangenem Herbst Copepoden, das sind Ruderfußkrebse von höchstens einem Millimeter Länge, sowie anderes Zooplankton wie Rädertierchen und Wasserflöhe. Die Tierchen werden lebendig an Zierfische in Meerwasseraquarien verfüttert. Dieser Markt ist jedoch sehr klein.

Die beiden Existenzgründer – Bährs, ein promovierter Biologe, und sein Geschäftspartner Matthias Krey, ein Wirtschaftsingenieur – streben größere Maßstäbe an. Sie wollen massenhaft Lebendfutter für Speisefische produzieren, die in Aquakulturanlagen heranwachsen.

Derzeit laufen Fütterungsexperimente in der Zanderbrutanlage der Landesforschungsanstalt in Hohen Wangelin. Sie forscht an der Aufzucht von Zandern in Kreislaufanlagen. Außerdem gebe es Fütterungsexperimente mit Flussbarschen und Ostseeschnäpeln, an deren Aufzucht in Aquakulturanlagen ebenfalls geforscht wird, wie Bährs berichtet.

Projektleiter Marcus Stüeken in Hohen Wangelin zufolge ist das Futter genau richtig. Er brauche Lebendfutter, das ganzjährig zur Verfügung steht, denn Zander in Aquakulturanlagen können sich bei Simulation der Jahreszeiten das ganze Jahr über fortpflanzen.

Ansonsten müsste das Zooplankton aus Seen geholt werden. „Das ist immens aufwendig und kostet viel Arbeitszeit“, sagt er. Außerdem bestehe die Gefahr, Krankheiten einzuschleppen. Und außerhalb der Reproduktionszeiten der Fische gebe es gar keins.

Für Aquacopa bleibt als zweites Standbein und als eine Art Nischenprodukt der Onlineshop für Meerwasseraquarianer. „Nur etwa zehn Prozent der privaten Aquarianer betreiben Meerwasseraquarien“, sagt Bährs. Diese seien aufwendiger als Süßwasseraquarien.

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