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Bildung MV : Masse statt Klasse: Unterrichtsausfall an Schulen

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Stillarbeit und Klassenzusammenlegung: An den allgemeinbildenden Schulen in MV wird in jeder zehnten Stunde nicht regulär unterrichtet.

svz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 06:00 Uhr

Mehr als jede zehnte Stunde an allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wird nicht regulär unterrichtet. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Bildungsministeriums MV hervor. Demnach fielen 10,7 Prozent der Stunden zur Vertretung an –  0,5 Prozent mehr als im vorherigem Schuljahr.

Bildungsminister Mathias Brodkorb  (SPD) sieht es positiv. Viele Vertretungsstunden heißt nämlich weniger Unterrichtsausfall. Der lag im vergangenem Schuljahr bei 2,0 Prozent und war damit genauso niedrig wie im Schuljahr 2012/2013. „Ich freue mich, dass die Zahl der ausgefallenen Unterrichtsstunden  auf diesem Niveau gehalten werden konnte“, so Brodkorb.

Dass auch das Niveau des Unterrichts durch zusätzliche Vertretungslehrer gehalten werden kann, bezweifelt hingegen Annett Lindner, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: „Statt nur an den Symptomen zu doktern, sollte man durch bessere Arbeitsbedingungen zur Vermeidung von Unterrichtsausfall beitragen.“ Die Wahrheit wäre, dass ein großer Anteil an Vertretungsstunden durch Stillarbeit und Klassenzusammenlegungen abgefedert werde. „Wenn es um Masse statt Klasse ginge, wären die konstant niedrige Zahl der tatsächlich ausgefallenen Stunden ein Anlass zur Freude“, so Lindner weiter.

Die meisten Vertretungen gab es im vergangenem Schuljahr im Schulamt Rostock. Dort wurden 11,9 Prozent der Stunden vertreten. 

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