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Asylbewerber : Masern stoppen Flüchtlingsaufnahme

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Krankheitsfälle im Erstaufnahmelager in Nostorf/Horst – Aufnahme- und Verteilstopp angeordnet

von
erstellt am 28.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern nimmt seit gestern wieder Flüchtlinge auf. In der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Asylbewerber Nostorf/Horst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) waren zu Jahresbeginn bei mehreren Flüchtlingen Maser-Erkrankungen aufgetreten, bestätigte das Schweriner Innenministerium auf Anfrage unserer Redaktion. Daraufhin hatte der Landkreis am 9. Januar einen Aufnahme- und Verteilstopp angeordnet. Weil es seit 18 Tagen keine neuen Kranheitsfälle in der Einrichtung gab, könne der normale Betrieb wieder aufgenommen werden.

Wie ein Sprecher des Sozialministeriums weiter berichtete, mussten zwei Kinder und eine hochschwangere Frau, wegen der ansteckenden Krankheit stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden.

Der Ausbruch der Krankheit ist bei einer Asylbewerberin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte beobachtet worden, die bereits am 30. Dezember 2014 die Erstaufnahmeeinrichtung verlassen hatte.

Masern sind während der Schwangerschaft und für Neugeborene besonders gefährlich. Neben den typischen roten Hautflecken ruft die Erkrankung Fieber und einen erheblich geschwächten Allgemeinzustand hervor. Es können außerdem in manchen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen auftreten. Mit der Entdeckung der Krankheitsfälle begann eine große Impfaktion bei allen Heimbewohnern und auch bei den Personen, die bereits auf Städte und Landkreise im Land verteilt worden waren, sagte Dr. Ute Siering vom Fachdienst Gesundheit des Landkreises Ludwigslust-Parchim. In Horst sind etwa 600 Asylbewerber untergebracht. Wenn die geimpften Personen innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung keine Krankheitssymptome aufweisen, können die Personen Horst verlassen, erläutert Siering.

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