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Hohe Impfrate zahlt sich aus : Masern im Land keine Gefahr

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In MV macht sich jetzt bezahlt, dass so viele Kinder und Jugendliche wie in keinem anderen Bundesland gegen Masern geimpft sind: Entgegen dem Bundestrend wurde in diesem Jahr bisher erst eine Masern-Erkrankung gemeldet.

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erstellt am 04.Jul.2013 | 07:35 Uhr

Rostock | In Deutschland breiten sich Masern rasant aus: Bis Mittwoch wurden 942 Infektionen gemeldet. Im ganzen Jahr 2012 waren es dagegen lediglich 166 Erkrankungsfälle. Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern ganz auszurotten, ist damit wieder in weite Ferne gerückt. In Deutschland hätte es im Jahr weniger als 80 Erkrankungsfälle geben dürfen, um dieses Ziel zu erreichen.

In Mecklenburg-Vorpommern macht sich jetzt bezahlt, dass so viele Kinder und Jugendliche wie in keinem anderen Bundesland gegen Masern geimpft sind: Entgegen dem Bundestrend wurde hierzulande in diesem Jahr bisher erst eine einzige Masern-Erkrankung gemeldet. Darauf macht die Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziuales (Lagus) in Rostock, Anja Neutzling, aufmerksam. Der einzige Masernfall dieses Jahres habe einen ungeimpften Säugling betroffen, der sich in einem anderen Bundesland mit einer bekannten Masernhäufung aufgehalten hatte. Im vergangenen Jahr sei unser Bundesland sogar gänzlich masernfrei geblieben, so Neutzling. Seit 2001 gab es im Land pro Jahr nie mehr als 7 Masernfälle.

Im vergangenen Jahr hatte Mecklenburg-Vorpommern bei den bundesweit registrierten Impfquoten der Schulanfänger als einziges Bundesland die von der WHO geforderte Impfquote von 95 Prozent bei der zweiten Mumps-Masern-Röteln-Impfung (MMR) erreicht. Auch bei der Überprüfung der Impfdaten bei Schülern der 8. Klassen konnten 2012 hierzulande 95 Prozent die zweite MMR-Impfung nachweisen. "Das ist ein schöner Erfolg unserer impfenden Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern, besonders der Kinder- und Jugendärzte, die aufgrund ihres Wissens über mögliche schwere Verläufe und die hohen Wirksamkeit der Impfung diese den Eltern dringend empfehlen", so Neutzling.

Ärzte hierzulande heben sich damit offenkundig von ihren Kollegen in anderen Bundesländern ab. Hinzu kommt, dass die Bereitschaft, Kinder impfen zu lassen, in den neuen Bundesländern ausgeprägter ist als in den alten. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) erwägt deshalb jetzt sogar die Einführung einer bundesweiten Impf-Pflicht. Masern verursachen häufig gefährliche Nebenwirkungen, die in vielen Fällen zu lebenslangen körperlichen und geistigen Behinderungen oder sogar zum Tod führen können, erläutert die Lagus-Sprecherin. Eine Impfung biete den besten Schutz vor der Infektion.

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