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Bundesvision Song Contest : Marteria will Image von Rostock verbessern

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„Man hat Rostock als “braune No-Go-Area„ gesehen“ - so der Rapper

svz.de von
erstellt am 10.Sep.2014 | 20:46 Uhr

Rapper Marteria (31) will mit seinem Song „Mein Rostock“ beim Bundesvision Song Contest das Image seiner Heimatstadt verbessern. Rostock habe noch immer einen schlechten Ruf durch die rassistische Randale 1992 im Stadtteil Lichtenhagen. „Man hat Rostock als “braune No-Go-Area„ gesehen“, sagte Marteria am Mittwoch der dpa vor der Welturaufführung seines Videos „Mein Rostock“. Auch würde nach Ausschreitungen von Hansa-Rostock-Fans immer auf die „bösen Ossi-Fans“ geschimpft. Jeder mit normalem Menschenverstand wisse doch, dass diese 300 Hooligans nicht für eine ganze Region stehen.„Mein Rostock“ sei ein Porträtvideo mit Menschen, die ihm wichtig sind. „Normale Leute, wie der Fischer oder die Bratwurst-Verkäuferin oder die ranzige Kneipe, wo ich mit 14 mein erstes Bier getrunken habe.“ Er wolle die 3,5 Minuten beim „Buvisoco“ nur seiner Heimatstadt widmen. „Das ist mir wichtiger, als zu gewinnen. Wenn der Sieg dabei herauskommt, wäre es aber natürlich Wahnsinn.“

Beim 10. Bundesvision Song Contest in Göttingen muss sich Marteria mit Stars wie Revolverheld, Andreas Bourani, Sierra Kidd oder Tonbandgerät messen.Es sei ihm wichtig, in seinen Liedern immer wieder politische Themen aufzugreifen. „Früher war Musik sehr politisch, mittlerweile geht es davon total weg“, bedauerte er. Wer heute in einem Song seine politische Meinung äußert, hat sofort Tausende Leute, die im Internet dagegen schießen. „Viele wollen sich dem Stress nicht aussetzen.“ Er finde es aber wichtig, politische Themen in die Songs einzubauen und seine Meinung zu sagen. „Ob das nun jeder versteht oder richtig findet, ist mir erstmal egal. Deine Platte ist deine Platte und es ist deine Meinung.“Zum ersten Mal in seinem Leben habe er sich mit Irland jüngst in ein ganzes Land verliebt. Dort könnte er sich vorstellen zu leben. „Ich habe einen 75-jährigen Fischer getroffen und der würde mir sein Boot verkaufen“, schwärmte Marteria. Dann könnten seine Freunde kommen und mit ihm fischen und seine Frau würde Reitausflüge organisieren. „Das stelle ich mir sehr traumhaft vor.“

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