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Staus auf der A 19 : Marode Brücke legt Nordverkehr lahm

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Staus auf der A 19 Richtung Küste / Lkw-Chaos in Städten an Umleitungsstrecke

svz.de von
erstellt am 07.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Stau im Tourismusland: Monate vor Beginn der Hauptsaison sorgt die teilweise gesperrte Petersdorfer Brücke nahe Malchow an der A 19 für Frust bei Fahrern, Anwohnern und Touristen. Gestern hatten zwei Schwerlaster den Verkehr stundenlang blockiert. Sie hatten in der Nacht das Lkw-Brücken-Verbot Richtung Norden ignoriert und erst vor der Brücke angehalten. Vollsperrung: Gestern mussten die Lkw rückwärts von der Autobahn gelotst werden.

Jahrelanges Verkehrschaos: Die Brücke nach Rostock ist wegen Schäden seit zwei Tagen für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen gesperrt. Bis 2018 soll eine neue Brücke gebaut werden. Die für Laster eingerichtete 22 Kilometer lange Umleitung sorgt in angrenzenden Tourismusgebieten und Städten für Ärger. Urlauber müssten sich auf starke Behinderungen einstellen, sagte Tobias Woitendorf, Sprecher des Tourismusverbandes. Der Verkehr habe deutlich zugenommen, klagte Plaus Bürgermeister Norbert Reier gestern. Verkehrsplaner rechnen mit bis zu 1000 Lkw pro Tag zusätzlich. Lärmschutzwände, zusätzliche Ampeln, weiträumige Umleitung des Lkw-Verkehrs über die A 11, 14, 20 und 24: Plau und Tourismusverband forderten zusätzliche Entlastungsmaßnahmen. Auch die Wirtschaft macht Druck. Inzwischen sei ein verlässliches Erreichen der Fähren in Rostock nicht mehr gegeben, kritisierte die IHK Rostock. Keine durchgängige Verbindung auf der einzigen Nord-Süd-Trasse: Für Busse und Lkw ein „katastrophaler und nicht haltbarer Zustand“, kritisierte IHK-Chef Jens Rademacher. Der marode Bauzustand der Brücke sei seit Jahren bekannt, meinte Woitendorf. Der Neubau müsse jetzt ohne Verzug durchgezogen werden.

Vorerst müssen sich Fahrer und Anwohner aber auf längere Beeinträchtigungen einstellen: So soll über das teilweise gesperrte Brückenteil nach einer Notsanierung ab Herbst auch der Verkehr Richtung Berlin rollen, um mit dem Neubau des ersten Brückenteils beginnen zu können. Experten gehen aber davon aus, dass die Traglast dafür nicht ausreichen dürfte und sich Spediteure auf eine längere Sperrung einstellen müssten.  

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