Wirtschaft : Maritime Konferenz zu Digital-Innovationen in neuem Format

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Digitalisierung und Fachkräftemangel: Mit einem neuen Format soll die Maritime Konferenz Firmen mit praxisnahen Lösungen helfen.

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21. November 2018, 15:12 Uhr

Die Konferenz der maritimen Wirtschaft am 27. und 28. November in Rostock will sich ein moderneres Format und einen neuen Schwerpunkt geben. Es gehe darum, wie neue Forschungen schnell für das Geschäft umgesetzt werden könnten, sagte Michael vom Baur, Ausschussvorsitzender Maritime Wirtschaft der Industrie- und Handelskammern in MV am Mittwoch. Das gewählte Format gebe es in Deutschland so bisher nicht, sagte vom Baur.

Durch die Digitalisierung gebe es vier Themenkomplexe, mit denen sich die derzeit 170 angemeldeten Teilnehmer auf der Konferenz befassen wollen. In allen Komplexen sollen Ansätze und bereits genutzte Lösungen vorgestellt werden, um zu zeigen, was schon möglich sei, sagte vom Baur.

Papierloser Transport

In der Logistikbranche gehe der Trend zum papierlosen Transport, also der digitalen Erstellung und Übertragung von Frachtpapieren. Nach Einschätzung von Branchenexperten birgt dies große Einsparpotenziale.

Die autonome Schifffahrt stecke dagegen noch in den Kinderschuhen, sagte vom Baur. Testgebiete gibt es bisher vor allem in Norwegen. Auf der Konferenz wollen sich die Teilnehmer unter dem Motto „Autonomes Schiff - Zukunftsperspektive oder Science Fiction?“ grundlegend mit der Technologie auseinandersetzen. Auch im Schiffbau hält die Digitalisierung Einzug, etwa beim Einsatz intelligenter Schweißroboter oder beim Abgleich von Produkt und Konstruktionsunterlagen.

Automatisierte Prozesse

Vierter Themenkomplex ist die Automatisierung von Routineaufgaben bei Off-Shore-Anlagen. Dabei geht es laut vom Baur vor allem um die Automatisierung von Inspektionen über und unter Wasser.

Die weiterhin größte Herausforderung für die Branche bilde der Fachkräftemangel. Viele Firmen sagten, sie könnten neue Bereiche eröffnen, aber sie fänden keine Leute, sagte vom Baur. Für vieles bräuchten sie IT-Personal, „das nicht auf Bäumen wächst“, sagte er.

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