Wirtschaft und Politik : Manuela Schwesig reist erneut nach Russland

Das deutsch-russische Verhältnis gilt auch wegen der Krim-Annexion als angespannt. Dennoch pflegt die Schweriner Regierungschefin den Kontakt nach Russland. Kein Land hat sie öfter besucht.

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06. Juni 2019, 08:49 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern sucht engen Kontakt zu Russland, das wegen des fortwährenden Ukraine-Koflikts wirtschaftlich und politisch weiterhin isoliert ist. Ein halbes Jahr nach ihrem Besuch in Moskau reist Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag nach St. Petersburg. Während der viertägigen Reise, bei der sie von Energieminister Christian Pegel (SPD) und Wirtschaftsstaatssekretär Stephan Rudolph (CDU) begleitet wird, sollen nach Angaben der Staatskanzlei die freundschaftlichen Bande zur russischen Partnerregion Leningrader Gebiet enger geknüpft und Wirtschaftskontakte gepflegt werden.

Wirtschaftsbeziehungen zu Russland stärken

Zusammen mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) werde Schwesig am Freitag in St. Petersburg am International Economic Forum teilnehmen. Außerdem seien Gespräche mit dem russischen Minister für Industrie und Handel, Denis Manturov, und dem Gouverneur des Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko, geplant.

Am Samstag soll es ein Treffen der deutsch-russischen Freundschaftsgruppen des Deutschen Bundesrats und des Russischen Föderationsrats geben. Nach mehreren Jahren Unterbrechung hatten sich beide Gruppen im Juli vorigen Jahres in Schwerin erstmals wieder getroffen. Die Kontakte waren laut Schwesig wegen der nationalen Spannungen zwischen Russland und Deutschland ausgesetzt worden. Schwesig sei auf deutscher Seite Vorsitzende der Freundschaftsgruppe.

Russland sei ein wichtiger Partner, sagte sie vor der Reise.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wirtschaftliche Zusammenarbeit, gemeinsamer Austausch und kritischer Dialog der richtige Weg sind. Manuela Schwesig (SPD)
 

Im November 2018 hatten Russland und Mecklenburg-Vorpommern kurz nach dem dritten Russlandtag in Rostock in Moskau eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit verabredet. Dazu gehörten laut Schwesig die Bereiche Luftfahrt, Digitalisierung und Windenergie.

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