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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 03:10 Uhr

Mann sticht nach heftiger Pöbelei zu

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2012 | 06:52 Uhr

Evershagen | Zwei Verletzte und eine Festnahme sind das Ergebnis einer Messerstecherei und Schlägerei in der Nacht zu gestern. Gegen 1.20 Uhr in der Nähe des Fischerdorfes Evershagen waren eine fünfköpfige Gruppe Jugendlicher und ein 40-jähriger Mann in einen heftigen Streit geraten. Warum, konnte die Polizei bislang nicht ermitteln. Nach wüsten gegenseitigen Beschimpfungen mit einem 18-Jährigen zückte der Ältere ein Messer und drohte dem anderen damit. Als ein 17-jähriges Mädchen schlichtend zwischen die beiden Streithähne trat, stach er auf sie ein und verletzte sie an der Hand.

Vermutlich deswegen rastete der 18-Jährige daraufhin aus und griff den 40-Jährigen an. Er attackierte ihn mit heftigen Schlägen und Tritten und hörte auch nicht auf, als dieser schon längst am Boden lag. Zeugen alarmierten angesichts der Brutalität die Polizei, konnten aber weitere Tritte vor allem gegen den Kopf und Oberkörper nicht verhindern. Der Mann erlitt bei dem Angriff mehrere Kopfplatzwunden, eine Nasenbein- und eine Armfraktur. Er wird derzeit im Krankenhaus versorgt. Auch das 17-jährige Mädchen musste wegen ihrer Schnittwunden an der Hand im Krankenhaus behandelt werden.

Die angerückten Polizisten nahmen den 18-Jährigen fest. Die Staatsanwaltschaft erließ gegen ihn noch gestern einen Haftbefehl. Er wurde in eine Jugendjustizvollzugsanstalt überstellt. Er war erst 14 Tage zuvor aus der Haft entlassen worden. Nun läuft gegen ihn ein neues Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Auch gegen den 40-Jährigen wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Allerdings hat die Polizei große Mühe damit, den korrekten Tathergang zu rekonstruieren. Denn alle Beteiligten standen unter Alkoholeinfluss, wiesen zwischen 1,2 und 1,9 Promille Atemalkohol auf. Und auch das Messer, mit dem die 17-Jährige verletzt wurde, konnte bisher nicht aufgefunden werden. Die polizeilichen Maßnahmen zu den Hintergründen und dem genauen Ablauf des Vorfalls dauern daher weiter an.

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