Aus dem Gericht : Mann nach 15 Jahren wegen schweren Missbrauchs verurteilt

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Vor 15 Jahren hatte eine Elfjährige Sex mit einem wesentlich älteren Mann. Sie hatte nie vor, ihn anzuzeigen. Nun wurde er verurteilt.

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04. September 2019, 16:38 Uhr

Etwa 15 Jahre nach dem schweren sexuellen Missbrauch eines elfjährigen Mädchens ist ein Mann vom Landgericht Schwerin zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Bewährungszeit betrage drei Jahre, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch nach der überraschend schnellen Urteilsverkündung infolge eines Deals. Ursprünglich waren für das Verfahren vier Verhandlungstage angesetzt.

Der heute 47-Jährige muss außerdem 3000 Euro in Raten an ein Frauenhaus in Parchim zahlen. Der Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim gab die Straftaten zu. Sie waren laut Gericht nur zufällig bekannt geworden.

Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen

Die heute 27-jährige Frau habe nie Anzeige erstatten wollen, sagte der Gerichtssprecher. Sie habe jedoch kein Zeugnisverweigerungsrecht, weil sie mit dem Angeklagten nicht verwandt oder verschwägert sei. Die Polizei habe die Frau 2017 wegen eines anderen Sachverhalts vernommen. Dabei kam ihre einstige Beziehung zu dem Mann zur Sprache.

Nach ihren Angaben war der Sex einvernehmlich. Sie war Gutachtern zufolge frühreif. Laut Anklage soll es innerhalb von zwei Jahren drei Mal zum Geschlechtsverkehr gekommen sein. Den habe er gefilmt. Dem Mann war auch der Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen worden. Anderweitig war er strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten.

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