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Prozess in Schwerin : Mann gesteht sexuellen Missbrauch seiner Tochter

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Nacktaufnahmen des kleinen Mädchens kursierten im Internet und fielen einer Hilfsorganisation in Übersee auf. Die dann aufgenommenen Ermittlungen in MV förderten noch schlimmere Missbrauchsdelikte durch den Vater zutage. Der Mann gestand nun und erwartet sein Urteil.

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 18:23 Uhr

Am Schweriner Landgericht hat am Donnerstag der Prozess gegen einen 30-Jährigen aus Grevesmühlen begonnen, der seine 2011 geborene Tochter mehrfach und zum Teil schwer sexuell missbraucht haben soll. Nacktaufnahmen des damals knapp zweijährigen Kindes waren den Angaben zufolge im Internet verbreitet worden. Sie hatten die Ermittler in Mecklenburg-Vorpommern nach Hinweisen aus dem Ausland auf die Spur des mutmaßlichen Täters geführt. Er räumte vor Gericht die Straftaten ein.

Dem Geständnis vorausgegangen war ein Rechtsgespräch, bei dem Richter, Staatsanwalt und Verteidiger die Möglichkeiten eines sogenannten Deals ausgelotet hatten. Ziel solcher Absprachen ist eine Abkürzung des Verfahrens. Die Richter setzen dabei ein Höchststrafmaß fest, für den Fall, dass ein umfassendes Geständnis abgelegt wird.

Wie der Vorsitzende Richter der Strafkammer sagte, reicht der dem Mann in Aussicht gestellte Strafkorridor von drei Jahre und drei Monate bis vier Jahre und drei Monate Haft. Aller Voraussicht nach sollen in dem Fall schon an diesem Freitag die Plädoyers gehalten und auch das Urteil gesprochen werden.

Bereits im Dezember 2013 war der Angeklagte in Untersuchungshaft genommen, kurze Zeit später aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Doch hätten sich im Zuge der Ermittlungen schwerwiegendere Missbrauchsvorwürfe ergeben, so dass er im Mai erneut verhaftet wurde.

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