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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 20:36 Uhr

Berlin/Potsdam : Made in Brandenburg

vom

Am Fernsehturm-Motiv kommt auch der Laden in Berlin-Mitte nicht vorbei. Es gibt das Wahrzeichen in Keksform zu kaufen, als Vase und Kerze, als Wandschmuck und sogar als Lolli. Der bunte Laden kein typischer Souvenir-Shop.

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erstellt am 16.Mär.2012 | 11:22 Uhr

Berlin/Potsdam | Am Fernsehturm-Motiv kommt auch der Laden in der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte nicht vorbei. Es gibt das Wahrzeichen in Keksform zu kaufen, als Vase und Kerze, als Wandschmuck und sogar als Lolli. Trotzdem ist der bunte Laden kein typischer Souvenir-Shop. "Vieles sieht ja nach Berlin aus, es ist aber oft kein Berlin drin", sagt Ulf Teichert, Geschäftsführer des Labels "Best of Berlin" (BoB).

Seit Juni vergangenen Jahres vertreibt der BoB-Store Produkte ausgewählter Manufakturen und Designer aus Berlin und Brandenburg, vom Chocolatier aus Wilmersdorf über die Schaldesigner aus Kreuzberg bis zur Blütenmanufaktur aus Schöneiche. "Mich haben schon immer die Produkte der regionalen Manufakturen interessiert, das Handwerk, das dahinter steckt", erklärt Teichert. Nachdem er 25 Jahre lang als Journalist tätig war, machte er sich 2010 mit der Idee zu "Best of Berlin" selbstständig und führt das Label seither gemeinsam mit Nicola Thoben und Christoph Annuß.

Damit trifft BoB einen Berliner Trend. Denn Produkte aus Berlin und Brandenburg erfreuen sich sowohl bei Touristen als auch bei Berlinern wachsender Beliebtheit, ganz abseits von Mauerstücken und Ampelmännchen, sagen die Hauptstadtwerber von visitBerlin. "Gerade die kreativen und manchmal auch schrägen Ideen sind typisch für Berlin. Brandenburg ist besonders für seine Genussmittel bekannt", erklärt Christian Tänzler, Sprecher von visitBerlin.

Deswegen würden sich vor allem Manufakturen und Designer etablieren, die individuelle und deshalb einzigartige Produkte herstellen. "Da muss dann auch noch nicht einmal Berlin vorne drauf stehen." Im Laden von BoB sollen die Raffinessen der regionalen Handwerks- und Designkunst in Souvenir-Format gebündelt präsentiert werden. Kleine Informationstafeln erzählen von den Menschen, die hinter den Produkten stecken. "Wem der Fernsehturm für zwei Euro reicht, der wird bei uns nicht glücklich werden", erklärt BoB-Gründer Teichert und grenzt sich damit auch von den klassischen Souvenir-Shops ab.

Derzeit versammelt das Label 51 Hersteller. Mehr 1000 Produkte werden im Laden ausgestellt und sind auch über den Online-Shop zu erstehen. Das Angebot richtet sich an Berliner und Brandenburger. Aber natürlich auch an Touristen. Marie und ihre vier Freundinnen aus Spanien sind zu Besuch in Berlin und stöbern in der Oranienburger Straße nach dem etwas anderen Souvenir. In den üblichen Shops waren sie schon. Dieser Laden sei aber anders, findet Marie. Die Auswahl sei einfach besonders, irgendwie kreativer und schicker, meint sie. Um das Angebot des Ladens stets zu erweitern, kümmert sich das Label stets darum, neue Hersteller zu gewinnen. Denn alle Produkte, die über BoB vertrieben werden, müssen zu mindestens 60 Prozent in Berlin oder Brandenburg hergestellt werden.


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