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Positive Bilanz der Volleyball-EM in Schwerin : "Machen wir gerne wieder"

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Die Vorrundenspiele der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen in Schwerin sind Geschichte. Monatelange Vorarbeit und vor allem eine stressige Woche rund um die Spieltage liegen hinter uns.

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erstellt am 11.Sep.2013 | 04:13 Uhr

Schwerin | Die Vorrundenspiele der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen in Schwerin sind Geschichte. Monatelange Vorarbeit und vor allem eine stressige Woche rund um die Spieltage liegen hinter den rund 70 ehrenamtlichen Helfern um Organisations-Leiterin Ellen Peters und Johannes M. Wienecke, Präsident des ausrichtenden Schweriner SC. Und dessen Fazit fällt eindeutig aus: "Schwerin ist gerade im Frauen-Volleyball eine Hochburg und hat solche Veranstaltungen verdient. Wenn wir die Möglichkeit bekommen, machen wir das gerne wieder!"

Der Jurist hatte im Vorfeld "hochklassige Spiele" erwartet - und bekam die auch zu sehen. "Drei von sechs Spielen gingen 3:2 aus, und auch die anderen waren alles andere als einseitig. Vom Sportlichen und der Spannung her war die Vorrunde in Schwerin mit der wahrscheinlich ausgeglichensten Gruppe überhaupt klasse. Immerhin hat zum Auftakt Bulgarien, das letztlich doch ausgeschieden ist, den noch amtierenden Europameister geschlagen. Und dass Tschechien am Ende noch vor den höher gehandelten Polinnen auf Platz 2 landen würde, musste man auch nicht unbedingt erwarten."

Vor allem die Tatsache, dass es am Freitag zum Auftakt gleich zwei Fünf-Satz-Spiele gab, hatte für das Organisationsteam Folgen: "Für uns bedeutete das zusätzlichen Stress", berichtet Ellen Peters. Dabei war sie eigentlich froh gewesen, als die Spiele endlich begonnen hatten. Auf fünf Stunden beziffert sie den täglichen Schlaf in der Phase der unmittelbaren Turniervorbereitung, "erst als die Spiele liefen, wurde es etwas mehr".

Anforderungen größer als in Champions League

Und in diesen Tagen gab es für die junge Frau, die erstmals alleinverantwortlich den sprichwörtlichen Hut aufhatte, jede Menge neuer Erfahrungen. "Wir haben durch die Champions League ja schon einiges an besonderen Anforderungen mitgemacht, aber das hier war alles noch viel größer und umfangreicher."

Rund um die eigentliche Veranstaltung gab es da einiges zu regeln. Die Zusammenarbeit mit den Hotels sei da genannt, die Gewinnung der freiwilligen Helfer, die Ende September noch einmal zu einem Volleyballturnier mit anschließender Dankeschön-Party eingeladen werden, die Einteilung der Shuttle-Fahrzeuge für Mannschaften und Offizielle - all das galt es zu klären, all das bekam man als Außenstehender gar nicht mit. "Wir haben nur positive Rückmeldungen", freut sich Ellen Peters zu Recht zwei Tage nach dem Schweriner Turnier-Ende über einen gefühlten Ritterschlag. Johannes Wie necke wird noch deutlicher: "Die Organisation war sehr gut, uns ist nicht eine einzige Beschwerde bekannt geworden. Ellen Peters hat das sehr toll gemacht."

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es bei dieser sehr guten Bilanz dann aber doch: "Beim Gruppen-Finale zwischen Serbien und Polen waren rund 1630 Fans in der Halle. Wir hätten gerne jeden Tag 1000 Zuschauer mehr gehabt, aber letztlich sind wir zufrieden", bilanziert Ellen Peters.

Johannes Wienecke verweist auf die "konservative Planung" im Vorfeld und da rauf, dass die Zuschauerzahlen leicht unter den erhofften 1500 geblieben seinen, kennt aber auch Gründe dafür: "Wir hatten Konkurrenz durch das Altstadtfest, es war tolles Wetter, die Gruppe Pur hat auf der Freilichtbühne gespielt, es war Landes-Presseball… Jeder einzelne dieser Punkte hat uns sicherlich den einen oder anderen Zuschauer gekostet. Und nicht zuletzt: Viele eingefleischte Schweriner Fans sind nicht in die Halle gekommen, weil praktisch zeitgleich die Spiele der deutschen Mannschaft im frei empfangbaren Fernsehen übertragen wurden."

Spiele ohne Gastgeber oft vor 150 Zuschauern

Dennoch sei dem SSC-Präsidenten zum Trost gesagt: Die Kulisse in Schwerin kann durchaus als ordentlich eingestuft werden, wenn man dem deutschen Bundestrainer Giovanni Guidetti glauben darf: "In anderen Ländern ist es oftmals so, dass die Spiele ohne Beteiligung des Gastgebers vor 150 Zuschauern stattfinden."

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