Greifswald : „Luthers Norden“ – Schau wird eröffnet

Die Bilder von Martin Luther (l.) und Philipp Melanchthon, gemalt von Lucas Cranach d. Ä., in der Ausstellung „Luthers Norden“ im Pommerschen Landesmuseum von Greifswald
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Die Bilder von Martin Luther (l.) und Philipp Melanchthon, gemalt von Lucas Cranach d. Ä., in der Ausstellung „Luthers Norden“ im Pommerschen Landesmuseum von Greifswald

Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald eröffnet am Sonntag seine Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum.

svz.de von
13. Mai 2017, 16:00 Uhr

Unter dem Titel „Luthers Norden“ eröffnet das Pommersche Landesmuseum in Greifswald an diesem Sonntag (15 Uhr) seine Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum. Gezeigt werden 137 „hochkarätige Originale“, unter anderem Alltagsgegenstände, Schriften und Gemälde, kündigte Museumsdirektor Uwe Schröder gestern in der Hansestadt an. Zu sehen sind beispielsweise acht Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, darunter seine Portraits von Martin Luther und Philipp Melanchthon.

Die Ausstellung wurde gemeinsam mit der evangelischen Nordkirche und dem Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig-Holstein erarbeitet und wird bis zum 3. September in Greifswald, dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, gezeigt.

Sichtbar und erlebbar gemacht werden die Wege, Personen und entscheidenden Stationen der Ausbreitung und Festigung des neuen Glaubens im Norden: in Dänemark, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Pommern. Dazu begleiten unter anderem Filme, Animationen und Hörstationen die originalen Exponate. Durch den Einsatz neuer Medien soll gezielt auch junges Publikum für die Schau begeistert werden, so Museumsdirektor Schröder weiter. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre können die Ausstellung kostenlos besuchen.

Anlass für das Reformationsjubiläum ist der Thesenanschlag von Martin Luther vom 31. Oktober 1517 an die Wittenberger Schlosskirche. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der Reformation und somit als weltweite Geburtsstunde des Protestantismus. Auch wenn Luther selbst sich nie im Norden aufgehalten habe, entwickelten seine Ideen dort eine besondere Dynamik, so Uta Kuhl vom Landesmuseum Schloss Got-torf.

Die Ausstellung widme sich vor allem auch den kulturellen Wirkungen der Reformation, so Kuhl weiter. So sei die evangelische Romantik eine unmittelbare kulturgeschichtliche Folge, ablesbar unter anderem in den Gemälden von Caspar David Friedrich („Ruine Eldena im Riesengebirge“) und Philipp Otto Runge („Petrus auf dem Meer“).

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