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Neubrandenburg: 59-jährige Frau angeklagt : Lottogewinner betrogen

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Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat Anklage gegen eine mutmaßliche Betrügerin erhoben, die einen Lottogewinner aus Vorpommern um mehr als 250 000 Euro erleichtert haben soll.

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erstellt am 31.Jul.2013 | 11:16 Uhr

Neubrandenburg | Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat Anklage gegen eine mutmaßliche Betrügerin erhoben, die einen Lottogewinner aus Vorpommern um mehr als 250 000 Euro erleichtert haben soll. "Der 59-Jährigen wird gewerbsmäßiger Betrug in 27 Fällen vorgeworfen", sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler gestern. Die Frau aus Stralsund, die wegen Betruges bereits vorbestraft ist, war wegen einer Haftstrafe 2010 untergetaucht und erst im Februar 2013 von Zielfahndern des Landeskriminalamtes bei Barth (Vorpommern-Rügen) aufgespürt worden. Sie wohnte unter falschem Namen in einer Ferienwohnung.

Die Beschuldigte soll sich als Anlageberaterin ausgegeben und das Vertrauen des Lottogewinners aus dem Kreis Vorpommern-Greifswald sowie eines weiteres Ehepaares erschlichen haben, heißt es in der Anklage. "Der Gesamtschaden soll bei rund 284 000 Euro liegen", sagte Zeisler. Wo das Geld geblieben ist, ist bis heute unklar. "Wir vermuten aber, dass vieles verbraucht wurde, beispielsweise um Zimmer oder Autos anzumieten." Die Beschuldigte schweige noch zu den Vorwürfen.

Die Tatverdächtige ist laut Staatsanwaltschaft keine Unbekannte. Sie sei schon 2009 in Ribnitz-Damgarten wegen Betrugs zu 15 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden, war aber bei Haftantritt verschwunden. Trotzdem lernte sie den 53-jährigen Lottogewinner aus dem Kreis Vorpommern-Greifswald kennen. Ausgangspunkt für die Bekanntschaft soll ein Medienbericht über ihn gewesen ein. Ein Fehler, den viele Lottogewinner machen, erklärte eine Sprecherin der Lottogesellschaft Mecklenburg-Vorpommern. Man sollte von einem großen Gewinn nicht jedem erzählen und sogar ein Konto in einer größeren Stadt einrichten, falls man in einem kleinen Ort wohnt.

Der vertrauensselige Mann hatte das nicht beherzigt - er soll insgesamt etwa ein Drittel seines Gewinns eingebüßt haben. Er hatte der Frau bei regelmäßigen Treffen ab Ende 2010 bei Neubrandenburg 25-mal Geld gegeben, damit sie es gewinnbringend anlegt. Erst im April 2012 erstattete der Mann Anzeige. Der 53-Jährige soll nun auch als Zeuge in dem Verfahren gehört werden, erklärte Zeisler. Die Beschuldigte muss im Fall einer Verurteilung mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

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